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Tatsache deutet darauf hin, dass sie, im Gegensatz zu den eigent-
lichen, weniger aktiven Mykorrhizabildnern, gegentiber den Birken
und Espen einseilig parasitisch sind. Die Erscheinung ist dem
Verhaltnis zwischen Boletus elegans und Fichte analog (MELIN 1922,
S. 191). Ersterer entwickelt sich mit Fichten zusammen viel kräf-
tiger als allein in Reinkulturen und bildet dicke Hyphenstränge.
Er veranlasst aber an den Fichten keine Mykorrhizen sondern nur
Pseudomykorrhizen.
In der Natur dürften die erwähnten Birken- und Espen-Pseudo-
mykorrhizen wegen der Konkurrenz mit den eigentlichen Mykor-
rhizenpilzen, wenigstens in reinen Birken- oder Espenwäldern nicht
gebildet werden (vgl. MELIN 1923 a). Möglicherweise können sie
dagegen in Mischwäldern (z. B. von Kiefern und Birken oder Es-
pen) erzeugt werden, wenn die Birken- oder Espenwurzeln neben
Kiefernwurzeln mit Mykorrhizen aus spezifischen Nadelbaumsym-
bionten kommen.
3) Häufiger als die beiden eben erwähnten Typen kommen
wahrscheinlich .Pseudomykorrhizen vor, die aus trivialen Boden-
pilzen oder mit M. R. atrovirens verwandten Formen gebildet wer-
den. Die oben beschriebenen, aus Moorböden stammenden Pseudo-
mykorrhizen dürften hierher gehören. Ich habe über diese keine
Untersuchung angestellt. Ich finde es wahrscheinlich, dass die
Birken- und Espenwurzeln, ganz wie die Fichten- und Kiefern-
wurzeln, von einer Reihe von trivialen Pilzen befallen werden,
und dass sich somit ein intensiver Kampf zwischen verschiedenen
Pilzformen abspielt. In diesem Kampf sind die aktiven Mykor-
rhizenpilze siegreich, wenn die Bodenverhältnisse günstig sind, sonst
werden die Wurzeln von trivialen Bodenpilzen angegriffen, wo-
durch Pseudomykorrhizen entstehen (vgl. MELIN 1923 a).
3. Die Natur der Symbiose.
Ich habe neulich (MELIN 1923 a) dargetan, dass die Mykorrhiza-
symbiose der Kiefer und Fichte normalerweise eine mutualistische
ist, und dass somit beide Symbionten durch das Zusammenleben
begünstigt werden. Meine Untersuchungen über die Birken- und
ispenmykorrhiza haben dasselbe Ergebnis geliefert. Die Bir-
ken- und Espenmykorrhiza ist kein parasitisches
Gebilde, wie es z. B. Mc DoucAaL meint, sondern Pilz
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