- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 17. 1923 /
551

Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

523

schrieben hat und dieselben z. T. in Kollektivarten vereinigt. Bei
mehreren “prolixioren“ Gruppen findet LInnÉ die Artumgrenzung
unsicher und reserviert sich. Es schien ihm unsicher, ob in der
Galtung Rosa die Natur wirklich Artgrenzen geschaffen hat. Viele
beschriebene Rosae sind noch in dieser Hinsicht unsicher. Bei
einer Kollektivart heisst es: “limites inter (den 3 Subspezies) non
reperi, diversitatem vidi”.

LinnEs Auffassung von den Varietäten ist bis jetzt von den Bo-
tanikern meistens missverstanden. So behaupten DE Vries und
JOHANNSEN, dass nach LIinnÉs Meinung der Botaniker sich nicht
mit Varietäten zu befassen habe, oder geradezu, dass er dieses
Studium verboten hatte. In der "Philosophia botanica* § 310 lesen
wir: “Varietates levissimas non curat botanicus (7)*. Gleich dar-
auf wird erklärt, für welche Varietäten es gilt, und in 87 findet
man, dass Botanicus etwa dasselbe wie Systematicus und Florist
bedeutet. LixNÉ verteilt nämlich die Pflanzenkunde unter mehreren
botanischen Arbeitern: Physiologen, Anatomen, Botanikern u. a.

Die Hauptschuld an den irrlümlichen Angaben der Literatur liegt
zweifelsohne in den Umständen, dass Linné in seinen Forschungen
immer vorwärts ging. In der “Philosophia botanica" spricht er
kaum ein Wort von konstanten Varietäten oder Pflanzenhybriden.
Die Vorrede dieses Werkes ist vom September 1750 datiert. In
“Plante hybridze*, Nov. 1751, fahndet er schon eifrig nach Formen,
die als Hybriden gedeutet werden können, und erzählt zum ersten
mal von angetroffenen Kleinarten, die sich in Kultur konstant
erbalten. Diese gehörten zu den Genera Mentha, Malva, Reseda,
Geranium und Tanacetum. Nach den Beschreibungen fügt er Fol-
gendes hinzu: “He omnes plante propriis se propagant seminibus,
nec umquam degenerant, ideoque pro simplicibus varietatibus vix
habendz^ (S. 25).

In “Species plantarum * (1753), ^ Flora sueeica“ (1755), " Metamorpho-
sis plantarum” (1755) werden konstante Varietäten öfters erwähnt.
Wie DE Vries so richtig beobachtet hat, beschreibt LInnÉ viele von
seinen Arten bewusst als Kollektivarten. In der genannten Flora
betont LINNÉ, dass es unzählige Varietäten gibt, die durch Kultur
nicht reduziert werden können.

Vielleicht werden diese Varietäten einmal als Kreuzungsprodukte
anerkannt werden, schreibt LINNÉ in Metamorph. plant. "Ex sexu
plantarum et generatione hybrida forte aliquando deduci possint“
(S. 21). Einige Jahre später erweitert er den Plan für seine um-

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Sat Jun 15 16:21:41 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/svbotan/17/0565.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free