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von Coleosporium ein beliebtes Objekt, das von PornaurT und Racı-
Bonskr (1895), SAPPIN-TROUFFY (1896), JuEL (1898), HOLDEN und
Harper (1902), Marre (1902), AnNaup (1913), Mme. Moreau (1914
u. a. m.) untersucht wurde. Andere Arten, die gleichfalls in dieser
Hinsicht näher untersucht wurden, waren Gymnosporangium clava-
riaeforme (SAPPIN-TROUFFY 1896, Brackman 1904) und Cronartium
ribicola (Cottry 1918). Eine Zusammenfassung der Ergebnisse die-
ser Untersuchungen wird im folgenden gegeben.
Die von PorrauLtt und RacrBorski (1895, S. 331) gegebene Schilde-
rung hat heute kaum mehr als Kuriosilätswert, da sie sich wesent-
lich auf missverstandene Beobachtungen gründet (vgl. DANGEARD und
SAPPIN-TRouFFY, 1895). Dass die Teilung durch Verschwinden der
Kernmembran und Auswanderung des Nukleolus in das Plasma
eingeleitet wird, ist richlig angegeben. Darauf, wird berichtet,
ziehen sich die Chromatinfáden zusammen und teilen sich in zwei
langgestreckte Chromosomen, die sich longiludinal spalten, worauf
jede Hälfte zu ihrem Pol wandert, wo sich die Chromatinmasse
zu einem Netz auflöst und das ursprüngliche Kernbild wiederher-
gestellt wird. Eine Kernspindel ist von diesen Verfassern nicht
beobachtet worden.
SAPPIN-TROUFFY (1896, S. 131 u. 196) fand im ruhenden Kern
ausser dem Nukleolus einen aus Chromatin gebildeten Kernfaden,
der durch Linin zusammengehalten wird. Nach dem Verschwin-
den der Kernmembran und der Auswanderung des Nukleolus im
Beginn der Teilung zieht sich der Faden zusammen, wird kürzer
und dicker, aber liegt fortwährend in Schlingen. Mitten unter
diesen zeigt sich nun eine achromatische Axe, die aus dem Kern
hervorzugehen scheint. Längs deren Seiten lagert sich die nun
in zwei Hälften geteilte Chromatinmasse. Durch Einschnürung in
der Mitte teilen sich diese für Chromosomen angesehenen Bildungen,
und die Hälften wandern jede nach ihrem Pol. Die Tochterkerne
werden aber nicht an den Polen fertig gebildet, sondern es beginnt
unmittelbar eine neue Teilung, bei der die Chromosomen nur halb
so gross sind, als bei der ersten Teilung. Sarpın-Trourry betrachtet
die Teilung in der Basidie als Reduktionsteilung.
Eine recht stark abweichende Schilderung gibt JuEL (1898, S.
366). Der im sekundären Basidienkern befindliche Chromatinfaden
wird im Beginn der Teilung zu einer feinkörnigen oder feinfädi-
gen Masse umgebildet, in der bald ein stab- oder spindellórmiger
Körper auftritt. An beiden Enden desselben findet sich je ein
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