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von geringerem Wert sein müsste als die makroskopisch sichtbaren,
welche bekanntlich oft einen nur relativen Wert besitzen. Man
darf aber nicht zu viel von einem systematischen Charakter ver-
langen. Er kann höheren oder niederen Ranges sein und braucht
auch nicht überall im System die gleiche Bedeutung zu haben.
Die Art der Endospermbildung ist somit keine Wünschelrute, die
uns allein hilft, verborgene Verwandtschaftsbande an den Tag zu
bringen. Ohne Zweifel ist also Parm bei seiner Anwendung des
Endosperms als Indikator auf Verwandischaft zu weit gegangen.
Sowohl SAMUELSSON (1913) wie Verfasser (1923) haben auch hervor-
gehoben und durch Beispiele gezeigt, dass das Endosperm ein
Merkmal sei, das ebenso wie viele andere von grossem Wert sein
kann, das aber mit Vorsicht angewandt werden muss. Die Ge-
samtmorphologie der Pflanzen muss selbstverständlich berücksich-
‚tigt werden, was ich, durch diese Untersuchung veranlasst, wieder-
holt betonen will.
Niemand will wohl bestreiten, dass die Endospermentwicklung
bei Empetrum einen überaus wichtigen und schönen Beweis für
seine Zusammengehörigkeit mit Bicornes (SAMUELSSON 1913) ergibt,
auch wenn STEVENS’ obenerwähnte Beobachtung richtig sein sollte,
dass sich bei Vaccinium corymbosum zuweilen einige freie Kerne
bilden. Was die Endospermbildung fiir die Systematik bedeuten
kann, dafür will ich noch ein paar frische Beispiele anführen.
Die Contortae-Familie Loganiaceae ist mit Recht in zwei Unter-
familien aufgeteilt worden: Loganiaceae s. str. und Buddleiaceae.
Für die Verwandtschaft der letztgenannten mit Scrophulariaceae
sprechen mehrere Umstände, und eine neue Stütze hierfür gibt die
Endospermbildung. Diese zeigt nämlich, im Gegensatz zum unter-
suchten Vertreter der Loganiaceae s. str., eine ganz auffallende
Übereinstimmung mit den Verhältnissen bei gewissen Serophularia-
zeen (siehe DAHLGREN 1922 und Dor 1923). — Srorr (1921) hat nach-
gewiesen, dass Gentianaceae ein nukleares und Menyanthaceae ein
zellulares Endosperm besitzt. Mag man sie nun nach WETTSTEIN
(1911) als zwei getrennte, wenn auch nahverwandte, Familien oder
nur als zwei Unterfamilien auffassen, das Endosperm liefert jeden-
falls noch einen trennenden Charakter.
Das obenstehende zusammenfassend können wir also sagen:
1) Das nukleare, zellulare und Helobiae-Endosperm sind nicht drei
einheitliche, voneinander streng abgegrenzte Typen. 2) Die Art
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