- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 18. 1924 /
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Cetraria glauca lösen sich die Ränder der Thalluslappen in reich-
verzweigten Isidien auf, deren basale Teile + abgeplattet sind,
während die feineren Zweige zylindrisch und unregelmässig perlen-
schnurartig verdickt sind; sie bersten + reichlich in Soredien.
Und bei Umbilicaria pustulata endlich findet man ungelähr den-
selben Typus wieder, nur mit dem Unterschied, dass die Isidien
hier superfizial sind und keine Soredien entwickeln. — Eine
Grenze zwischen diesem Isidientypus und den reicher verzweigten
zylindrischen Isidien, die oft + unregelmässig verdickt sein können,
lässt sich kaum ziehen.

B. Sorediale Isidien (isidia soredialia).

Die Isidien entstehen durch Auswachsen von Soredienkörner.
Sie können entweder punktsoredial und + zerstreut, fleckensoredial,
in welchem Falle sie immer in Isidangien vereint sitzen, oder
bortensoredial sein.

In bezug auf ihre Form sind sie weniger konstant als die auto-
nomen Isidien. Sie fangen im allgemeinen als warzenlörmig-zylin-
drisch an, werden dann + langgestreckt zylindrisch und verzweigt
und können zuletzt typisch schuppenförmig werden.

Beispiele: a. Punktsoredial: Usnea hirta, Letharia vulpina.

b. Fleckensoredial: Lobaria pulmonaria, Alecloria nidulifera.

VI. Die systematische Bedeutung der Soredien und Isidien.

1. Die genotypische Konstanz der Soredien- und Isidienproduktion.

Wenn wir die systemalische Bedeutung der Soredien und Isi-
dien näher analysieren wollen, müssen wir zuerst die Frage be-
handeln, in welchem Grade die Soredien- und Isidienproduktion
phänotypisch modifizierbar ist, eine Frage, die sich ja inlolge der
Unkultivierbarkeit der Flechten der Kulturmethodik entzieht, die
sich aber auch sehr gut durch vergleichende Beobachtungen in
der Natur studieren lässt. Wenn zwei verschiedene Formen in
der Natur regelmässig Seite bei Seite unter völlig einheitlichen
Standortsfaktoren wachsen, ohne Übergänge zu zeigen, dann kann
man wohl als bewiesen ansehen, dass die beiden Formen nicht

nur Modifikationen desselben Genotyps sind. Dies ist auch fast

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