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optimale Konzentration scheint aber sehr bald erreicht zu wer-
den, wonach keine weitere Steigerung des Wachstums zustande
kommt.
Die Versuche haben somit gezeigt, dass in Reinkulturen eine Reihe
von Mikroorganismen von den aus Kiefern- und Fichtensamen so-
wie aus Keimlingen herausdiffundierenden Phosphatiden begünstigt
wird. Wir kónnen hieraus wichtige Schlussfolgerungen auf die
Verhältnisse in der Natur ziehen. Weil im Boden lebende Wur-
zeln und andere Pflanzenteile immer Phosphatiden ausscheiden,
ist es augenscheinlich, dass die hóhere Vegetation die Mikroflora
des Bodens im hohen Grade beeinflusst. Die aus den Wur-
zeln herausdiffundierenden Phosphatiden dürf-
ten somit ein bedeutungsvoller bodenókologi-
scher Faktor sein. Hierdurch beeinflussen die
hóheren Pflanzen so zu sagen direkt die Mikro-
organismen des Bodens.
Pflanzen mit Mykorrhiza, wie die Waldbäume, begünstigen
in der ersten Linie ihre im Boden wachsenden Pilzsymbionten,
die wahrscheinlich durch die Phosphatiden von den Wurzeln an-
gelockt werden. Eine Reihe von Mykorrhizapilzen der Waldbäume
dürfte ausserdem von den Wurzelphosphatiden so abhängig sein,
dass die Sporen nicht auskeimen, wenn letztere fehlen (vgl. MELIN
1923 b). Durch die Phosphatiden wird das Wachstum der My-
korrhizapilze stimuliert und der Stoffwechsel gesteigert, und wenn
die sonstigen Verhältnisse günslig sind, wird die Mykorrhizasym-
biose konstituiert.
Die Phosphatiden beeinflussen aber nicht nur Pilze, die in mutu-
alistischer Symbiose mit den Wurzeln leben, sondern auch Arten,
die einseilig parasilisch in letzteren vorkommen. Dies ist der Fall
mit dem in Baumwurzeln häufig vorkommenden M. R. atrovirens.
Ausserdem werden Pilze, die wahrscheinlich im grossen und
ganzen saprophytisch im Boden leben, z. B. Mucor Ramannianus,
von den ausgeschiedenen Phosphatiden stimuliert. Wenn diese
Arten Ammoniakbildner sind, dürfte in der Natur eine Art primi-
tiver Symbiose zwischen ihnen und den Baumwurzeln zustande
kommen können, vorausgeselzt dass die Hyphen nicht zu virulent
sind (vgl. MELIN 1923 a, S. 244). Die Wurzeln sollten dabei von
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