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bieten ja den Pflanzen sogar sehr extreme Verhältnisse, eine an
sich unbedeutende Wärmemenge genügt oft, 11111 den seichten Boden
völlig auszudörren. Insofern die Farnkräuter an derartige
Standorte nicht aktiv d. h. durch wandernde Rhizonie gelangt sind,
müssen sie als Sporen dahin verbreitet worden sein und haben
somit auch einst als Gamophyten dort existiert. Auch wenn die
sporentragenden Individuen indessen in ihrem Bedürfnis von
Wasser eine grosse Plasticität wie bekannt aufweisen können, so
zeigen die Sporen in Bezug auf ihre Keimungsfähigkeit keine
derartige Eigenschaft. Es ist sicherlich dies die hauptsächliche Ursache,
dass Gamophyten gerade an den beabsichtigten Stellen so äusserst
schwer zu linden sind; ist dazu der Boden von einerdichten
Moosoder Grasvegetation bedeckt, wird das ganze selbstverständlich
noch mehr erschwert.
Da die Farnsporen mit grosser Leichtigkeit vom Wind
transportiert werden, ist wohl in Anbetracht ihrer ungeheuereil Menge die
Bodenfläche nicht gross, wenigstens in einigermassen farnreichen
Gegenden, auf die Sporen nicht gelangen können.
Über eine mutmasslich durch den Wind bewirkte Verbreitung
von Farnsporen liefern uns Warmings Angaben eine interessante
Auskunft (I, p. 14). Es finden sich nämlich in Dänemark
in mehreren Gegenden Farne {Asplenium trichomanes, A. ruta
muraria, Aspidium lobatum und Cystopteris fragilis) auf so begrenzten und
eigenartigen Stellen, dass eine Annahme von Windverbreitung in
jüngerer Zeit mit Notwendigkeit gemacht werden muss. Speziell
gilt dies von Asplenium ruta muraria, der von einem Vorkommen
auf den Felsen der Insel Bornholm abgesehen, im übrigen
Dänemark nur auf Kirchen oder Schlössern auftritt.
Es ist daher selbstverständlich immer möglich, Gamophyten auf
im übrigen geeigneten Stellen zu finden, die mehr oder weniger
von den Farnbeständen entfernt liegen. Mir sind so z. B., als ich
mit der Lupe Moosproben untersuchte, die zu einem anderen
Zwecke an einer Stelle, wo sonst Farne nicht wuchsen, eingesammelt
wurden, unbestimmbare Gamophyten und ’feile von solchen
mehrmals vorgekommen. Bisweilen habe ich aber auch unter ähnlichen
Umständen vermeintliche Farngamophyten zu finden geglaubt, die
doch bei einer näheren Untersuchung eine andere Natur auf
einmal zeigten. Solche Gebilde, in denen man sich unschwer
täuschen kann, sind z. 15. die jüngst gekeimten Brutkörper von Té-
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