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2<il
pflanze sich immer vergrössert. Ich möchte hier nur auf das
Verhalten eines Exemplares von l’hegopteris dryopteris aufmerksam
machen, das in Kultur gehalten wurde. Durch irgend einen
Widerstand im Boden konnten die Wurzeln der Keimpflanze in die
Erde nicht hinahdringen, und die Pflanze selbst nebst dem
Gamophyten wurde somit in die Höhe gehoben; die allmählich sich
ausbildenden Wurzeln wurden deshalb stelzenartig. Der Gamophyt,
der seine Berührung mit dem Substrat verloren hatte, konnte sich
dessen ungeachtet bis ins dritte Jahr noch völlig frisch und
lebenskräftig beibehalten, als der junge Sporophyt schon angefangen
hatte, seine zweite Generation von Laubblättern hervorzubringen.
Die Frage nach der Lebensdauer der Gamophyten wird indessen
gewissermassen eine andere, wenn es nicht zur Entwicklung eines
Sporophvten kommt. Es wird dabei dem Meristem kein äusseres
Hindernis für eine fortgesetzte Tätigkeit gesetzt. Es fragt sich
daher, ob dasselbe in solchen Fällen in unbegrenzter Zeit seine
Zellteilungen vollenden kann, oder ob somit mutmasslich aus
inneren Gründen ein allmähliches Aufhören schliesslich eintritt.
Für die Beantwortung dieser Frage ist der Gamophyt von
Os-munda regalis sehr lehrreich. Wie ich schon erwähnt habe, ist es
Goebel gelungen, mehrjährige, immerhin in die Länge wachsende
Gamophyten dieser Art zu erhalten. Bei denselben sind
Alterserscheinungen noch nicht nachgewiesen worden, oder aber sie treten
möglicherweise erst nach Jahren ein (Goebel I, p. 477).
Dementgegen würde bei den Polypodiaceen die Sache ganz anders liegen,
ihre Gamophyten sollten aus »inneren Gründen ein begrenztes
Dasein haben. »Wenigstens gill dies für den Fall, dass die
Prothal-lien in der Lage sind fortdauernd Sexualorgane namentlich
Arche-gonien hervorzubringen. Es ist daher denkbar, dass sie unter
Bedingungen kultiviert, unter denen zwar das Meristem nicht aber
die Sexualorgane vorhanden sind, unbegrenzt weiter wachsen
können und dass die Ursache des Alterns schliesslich eben durch
die fortdauernde Hervorbringung von Archegonien gegeben ist»
(Goebel, a. a. ().).
Wir werden das Verhalten der Polypodiaceen in diesem Punkte
etwas näher erörtern. Erstens muss ich gestehen, dass ich nicht
einsehen kann, dass die Gamophyten eben dieser Farngruppe aus
inneren Gründen absterben sollten. Wiederum habe ich durch
meine Kulturen die Erfahrung machen können, dass einzelne,
unbefruchtet gebliebene Gamophyten mehrerer unsrer Farne eine
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