- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 2. 1908 /
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beträchtliche Grösse erreichen und, wie es scheint, unbehindert
weiterwachsen; wenigstens haben die beabsichtigten Exemplare
gegenwärtig ein Alter von mehr als zwei Jahren erreicht, und ich
sehe kein Hindernis, weshalb sie nicht in derselben Weise
fortfahren können. Die Sache wird indessen hier etwas andersartig
als bei Osmnnda regalis. Offenbar besteht zwischen diesem Typus
einerseits und den Polypodiaceen anderseits eine grosse
Verschiedenheit betreffs der Tätigkeit des ursprünglichen Meristems. Wie
ich schon hervorgehoben habe, scheint dasselbe bei den
Polypodiazeen in dem Masse, als ihre Gamophyten an Grösse zunehmen,
abgeschwächt zu werden, schliesslich ist die alte Scheitelrandzone
nicht mehr als solche zu erkennen, und wir haben anstatt
derselben eine grosse Anzahl adventiver Sprosse erhalten, von denen
jeder sein Meristem besitzt.

Manchmal scheint aber das primäre Meristem erst später seine
Tätigkeit aufzugeben, denn die Gamophyten zeigen oft eine
deutliche Streckung in Länge, wie z. B. das zweijährige, in Fig. 6, Taf.
11 abgebildete Exemplar von Scolopendrium vulgare. Eine Folge
des Aufhörens des primären Meristems wird selbstverständlich ein
ganz verschiedenartiger Habitus älterer Polypodiaceengamophyten.
Während Osmunda regalis ein Pe/Zza-ähnliches Aussehen annimmt,
können wir sagen, dass die Polypodiaceen geneigt sind, einen
Aneüra-oder An/Ztoceros-ähnlichen Typus anzunehmen, was ich ja übrigens
schon bei Besprechung der einzelnen Formen hervorgehoben
habe.

Auch an ganz jungen Gamophyten kann indessen das Meristem
seine Tätigkeit völlig einbüssen, dies wird aber keinenfalls aus
inneren Gründen herbeigeführt, sondern ist durch unvorteilhafte
äussere Bedingungen verursacht.

Durch die Untersuchungen von Prantl wissen wir, dass
Sauerstoffmangel auf meristische Gamophyten derartig einwirkt, dass
das Meristem nach kurzer Zeit in ein grosszelliges,
assimilatfübren-des Dauergewebe übergeht (i, p. 757). Offenbar auf diese Weise
ausser Funktion gesetzte Meristeme habe ich in meinen Kulturen
hei Aspidium cristalum (Fig. 11, Taf. 11) sowie auch Asplenium
adi-antum nigrum beobachtet. Die Gamophyten dieser Arten wuchsen
aber besonders dicht und hatten eine sein- beschränkte
mehrschichtige Partie, wo allerdings Archegonien mit Keimpflanzen zur
Entwicklung gelangten, grösstenteils waren sie jedoch einschichtig.

Die Voraussetzung für die Entstehung von Gamophyten grosse-

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