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hergehenden Stadiums nicht so gross, und in jedem Falle ist diese
Länge verdoppelt bedeutend grösser als die einfache Länge des
vorhergehenden Stadiums, während die beiden Längen doch etwa gleich
sein müssten, wenn eine Unibiegung stattgefunden hätte.
Auch wenn meinen Berechnungen grosse Fehler anhaften, glaube
ich doch, dass dieselben genau genug sind, um zu der
Schlussfolgerung zu berechtigen, dass eine gleichmässige Längenabnahme
der Kernfäden stattfindet und somit irgend ein Umbiegungsakt die
Entstehung der bivalenten Chromosomen in der ersten Teilung bei
Crepis uirens wahrscheinlich nicht verursacht.
Die im Spiremstadium begonnene Längsspaltung setzt sich fort
und trennt die Teilhälften immer mehr voneinander; dieser
Spal-tungsprozess bedeutet die Trennung zweier im Synapsisstadium
der Länge nach gepaarten Chromosomen. In Fig. 16 ist ein
solches spätes Stadium zweier Kernhälften, kurz vor der eigentlichen
Diakinese, abgebildet. Fig. 17 veranschaulicht die Diakinese; hier
sieht man, dass ein bivalentes Chromosom bedeutend grösser als
die übrigen ist. Die Figg. 18 und 19 zeigen die Metakinese; in
Fig. 19 beginnen sich die Chromosomen zu trennen. Fig. 20 ist
die Anaphase mit längsgespaltenen Chromosomen; Fig. 21 dasselbe
Stadium in der Polansicht. In der Interkinese scheinen die
Chromosomen in eine Art Ruhestadium einzutreten, wenigstens werden
sie dann etwas vakuolisieren (Grégoire (5)) — wie in Fig. 22 —,
wobei ich oft sehr deutlich spiralige Chromosomen gefunden habe.
In Figg. 28 und 24 ist die Metakinese der zweiten Teilung, in Fig.
25 ihre Anaphase abgebildet. Fig. 26 zeigt die beiden Kerne, deren
Teilungsebenen sich kreuzen. Bemerkenswert ist es, dass, wie in
den vorherigen Stadien, auch in dieser Teilung die gegenseitigen
Längenverhältnisse der Chromosomen bestehen bleiben. Der
Linterschied zwischen dem langen, hakenförmig gekrümmten und dem
kürzeren, stabförmigen Chromosom der Figg. 25 und 26 ist ja sehr
deutlich.
Nach Abschluss der Tetradenleilung treten die Kerne allmählich
in das Ruhestadium ein, wobei mehrere bemerkenswerte
Veränderungen in den Chromosomen stattfinden. Fig. 27 zeigt ein Stadium,
gleich nachdem die Chromosomen nach der zweiten Teilung den
Pol erreicht haben. Die Anzahl derselben scheint jetzt 4 zu sein,
während sie in den vorhergehenden Teilungen stets 3 betragen hatte.
Indessen liegen die beiden Chromosomen rechts oben in der Fig.
27 sehr nahe aneinander, so dass man sie für ein grösseres, in der
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