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(07) für andere Pflanzen gekommen. Diese von den oben genannten
Forschern ausgesprochene Ansicht von dem Verlauf der
präsynaptischen und synaptischen Kernstadien kann man zweckmässig die
Gamosomentheorie nennen.
Was die Natur dieser Gamosomen oder Prochromosomen betrifft,
so sind sie von Strasbirger und Överton (05) als
Kondensierungs-zentren für die Chromosomen oder als Teile der Chromosomen, die
bei eintretendem Ruhestadium noch nicht in das Kerngerüst
aufgegangen sind, aufgefasst worden. Rosenberg (08 pag. 401) deutet
jedoch darauf hin, dass die Prochromosomen sich auch in Kernen aus
völlig ausgewachsenem Gewebe vorfinden, und einige meiner eigenen
Beobachtungen zeigen, dass die Gamosomen in schlecht ernährten
Kernen weniger deutlich hervortreten. Andererseits geht aus den
Verhältnissen bei TroIIius europaeus (vergl. unten) hervor, dass die
Gamosomen hier in einer Anzahl auftreten, die grösser als die
vegetative Chromosomenzahl dieser Pflanze ist. Um diese
Erscheinung zu erklären, habe ich angenommen, dass das
chromosomenbildende Material beim Eintritt in die Prophase sich erst zu
kleineren Gruppen ansammelt, dann sich diese Gruppen zu den grösseren
Einheiten zusammenschliessen, die wir Prochromosomen und in
der Metaphase Chromosomen nennen. Dann würden die Gamosomen
in Trollius diese kleineren Gruppen repräsentieren. Andererseits ist
es, wie oben gesagt, das Gewöhnlichste, dass wir immer echte
Pro-chromosomen in den Kernen vor uns haben. Dann existiert
natürlich im Ruhestadium kein solcher Zerkleinerungszustand der
Chro-matinelemente wie bei Trollius und anderen (siehe weiter unten). Ein
Zusammengehen der Chromatinelemente im jungen
Gonotokonten-kern glaubt auch Miyake (05) wahrgenommen zu haben, auch
behauptet er, dass die Zahl der Chromatinkörner in Lilium grösser
als die Chromosomenzahl ist, was später von Mottier (07) bestätigt
wurde. — An dieser Stelle sei bemerkt, dass Lubimenko (07) eine
mit der Gamosomentheorie ungefähr übereinstimmende Auffassung
von dem Verlauf der präsynaptischen Stadien bei Nffmphaeaceac
geäussert hat.
Aber auch eine der Gamosomentheorie ganz entgegengesetzte
Ansicht von diesen Vorgängen ist hervorgetreten und macht sich
noch heute geltend. J. Berghs (04) und V. Grf.goire (04) sahen,
dass aus dem Gerüstwerk des ruhenden Kerns lange, sehr dünne
Fäden hervortraten, die sich zu Paaren ordneten und dann in
der Synapsis mit einander zu einem dicken, ungeteilten Spirem ver-
Svensk Botanisk Tidskrift 1909. 6
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