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schmolzen. Später hat Grégoire (07) diese Auffassung bestätigt und
die Gamosomentheorie scharf kritisiert. Eine ähnliche Auffassung
wie diejenige Gregoire’s spricht auch Yamanouchi (08) für
Nephro-(Hum aus. Auch unter den Zoologen sind viele Vertreter dieser
Auffassung der präsynaptischen Stadien, die sich der gregoire’schen
nähert, z. B. Janssens (05), Maréchal (04), A. und K. E. Schreiner
(05, 06, 07). Die letzteren wollen den Reduktionsteilungsverlauf bei
Tomopteris als den Typus für sowohl Tiere als Pflanzen gelten lassen.
Mottier (07) ist, bei der Untersuchung z. T. derselben Objekte wie
Grégoire (07), zu einer sowohl von der Gamosomentheorie, als auch
von der eben genannten Ansicht verschiedenen Auffassung
gekommen. Er hat nämlich keine Paarigkeit in dem ruhenden und
präsynaptischen Kern sei es zwischen den Chromatinklümpclien noch
in den Lininfäden wahrgenommen und glaubt, dass die
Chromatin-körperchen in der Synapsis nur sehr fein zerteilt werden und direkt
in das Spirem übergehen.
Nach den Resultaten meiner eigenen Untersuchungen scheint es,
als ob die präspirematischen Phasen der Reduktionsteilung bei den
verschiedenen Pflanzen in den Details oft beträchtlich verschieden
verliefen, während sie in den Hauptsachen mit einander
übereinstimmten. Was das Strepsinemastadium dagegen betrifft, scheint
die Variabilität der verschiedenen Arten beim Verlauf dieser Phase
gering zu sein. Es finden ja auch in dieser Phase nur gröbere
Formveränderungen der Kernsubstanzen statt, während in den
präsynaptischen und synaptischen Stadien die verschiedenen
Kernelemente höchst wahrscheinlich weitgehende sowohl Lage- als auch
Konstitutionsveränderungen durchmachen, demzufolge man hier eine
grössere Variabilität des Detailverlaufs erwarten kann.
Bevor die allerjüngsten Stadien der Beduktionsteilung’ die
Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hatten, war es schon bekannt, dass
man häufig in der Synapsis Fäden wahrnehmen konnte, die
paarweise parallel liefen, und allmählich eine Konjugation dieser Fäden
zu Stande kam. Das Vorkommen solcher parallelen Kernelemente
und ihrer nachherigen Verschmelzung wurde zuerst durch von
Wi-niwarter (1900) nachgewiesen. Ähnliche Wahrnehmungen sind
seitdem von u. a. Schoenfeld (Ol), A. und K. E. Schreiner (04, 06,
07) und botanischerseits von Grégoire (04) und Berghs (04, 05)
gemacht worden, und in der letzten Zeit ist das Auftreten der
parallelen Konjugation in der Synapsis bei sowohl Tieren als Pflanzen
sehr allgemein nachgewiesen worden, obwohl auch einzelne Autoren
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