- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 3. 1909 /
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wegen der Kontrollschwierigkeit dahingestellt bleiben. Sicher ist
jedoch, dass es in einem Stadium, wie dem in Fig. 26, noch
unge-paarte Chromomerenhäufchen gibt.

Während sich das Chromatin in dem nach dem Ruhestadium
wachsenden Gonotokontenkern zu Klumpen zusammenzieht, geht
auch eine gewisse Veränderung in dem Lininnetz des Kerns vor.
In dem ruhenden Kern, Figg. 24, 25, weist die achromatische
Substanz, wie oben gesagt, eine feinfädige, undeutliche
Netzstruktur auf. Die Fäden in dem Maschwerk sind relativ lang, sehr zart
und mit den genannten chromomerenähnlichen Chromatinkörnern
versehen. Das Lininnetz fängt jetzt an sich zu lockern, Figg- 26,
27, wobei die Maschen grösser werden und längere Fäden sich
absondern, während die Kernsubstanzen sich unregelmässiger auf die
Kernhöhle verteilen, was auf eine beginnende Synapsis, d. h. eine
gegen die ungünstige Einwirkung des Fixiermittels wahrscheinlich
gesteigerte Empfindlichkeit, deutet.

Die sich herausdifferenzierenden Fäden haben die unzweideutige
Neigung, sich zu Paaren zu ordnen, Fig. 27 und 28. Häufig stehen
sie in direkter Verbindung mit den Gamosomen, d.h. man bekommt
den Eindruck, als ob sie zum Teil chromatinhaltig wären, Figg.
27, 28, 29 a. Andererseits sieht man auch, und zwar in
jüngeren Kernen relativ häufig, dass es einzelne Fäden oder Fadenpaare
gibt, die kein Chromatin tragen, Figg. 28, 29 a und 30. Zugleich
bemerkl man in dem noch nicht langfädig gewordenen Teil des
Liningerüsts Chromatinkörper oder Gamosomen, und zwar
besonders häufig in jüngeren Stadien, Figg. 26, 27, 31.

Bei Calendula sahen wir distinkte Lininfäden immer in
Verbindung mit den Gamosomen entstehen, Figg. 2, 3 usw., und es scheint,
als ob sie hier für die weitere Entwicklung der letzteren zu
Gamo-miten notwendig wären. Dass individualisierte, achromatische
Fäden so früh und so unabhängig von den Gamosomen bei Trollius
entstehen, muss, meiner Meinung nach, bedeuten, dass sie hier auch
eine andere Aufgabe haben, als die, die Unterlage für das
Chroma-tin bei der Gamomitenbildung zu sein.

Wie ich vorhin erwähnt habe, sind die beim Beginn der Prophase
auftretenden gepaarten oder ungepaarten Gamosomen bei Trollius
zahlreicher als die somatischen Chromosomen, deren es 24 gibt.
Ein Gamosom bei Trollius, Figg. 26, 27, 31, kann daher nicht
dasselbe wie ein Prochromosom im Sinne Rosenbergs und Overtons
sein. Man könnte sich eher denken, dass die Gamosomen bei

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