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In der Fig. 3 beträgt die Zahl der kleineren Chromatinkörper etwa
22, und dazu kommen noch zwei grössere, die sicher
zusammengesetzt sind. In Fig. 2 ist die Zahl der Körner geringer, aber
die Körper selbst sind grösser und wenigstens die Mehrzahl
derselben zusammengesetzt. Es scheint mir also die Annahme
berechtigt, dass zwar die Prochromosomen für gewöhnlich in derselben
Anzahl wie die Chromosomen auftreten, dass aber in vielen Kernen
einige benachbarte Prochromosomen sich zu grösseren Klumpen
zusammensetzen, ob durch die Fixierungsflüssigkeit verursacht
mag dahingestellt sein. Vielleicht erklärt sich in dieser Weise die
schwankende Zahl der Prochromosomen dieser Pflanze.
Atriplex. Sehr deutlich treten die Prochromosomen in Atriplex
hastata vor, besonders in den Endospermkernen. In Fig. 5 ist ein
Teil eines solchen Kerns abgebildet. Die Kerne sind sehr gross
und es ist daher leicht die Zahl der Prochromosomen zu ermitteln.
An der Kernwand sieht man oft etwa 36 sehr grosse
Chromatinkörper. Vielleicht ist die Chromosomenzahl hier 24, was ich
jedoch nicht sicher habe ermitteln können. In Fig. 5 sieht man
sehr deutlich die Lininfäden von den Prochromosomen
ausstrahlend.
Halianthus peploides (Fig. 4). In dieser Pflanze habe ich
Prochromosomen von mehr unregelmässiger Gestalt gefunden, die der von
Grégoire (2) p. 301 gegebenen Deutung der Prochromosomen
einiger-massen entsprechen könnten: »ce sont . . . des portions pius
centrales et pius épaises des chromosomes étirés».
Pinguicula. (Fig 7.) Hier sind die Chromosomen der somatischen
Kerne sehr klein und zahlreich; ich habe deren ungefähr 50 zählen
können. Die Prochromosomen in den ruhenden Kernen des Blattes
stellen in flemming-flxierten und -gefärbten Präparaten runde,
intensiv rotgefärbte Körper von sehr verschiedener Grösse dar, und
die Anzahl derselben habe ich in zahlreichen Kernen auf etwa 23
feststellen können. Sie ist also wesentlich kleiner als die der
Chromosomen. Ganz dasselbe habe ich bei Lupinus (Fig. 6) gefunden.
Ich stelle mir vor, wie ich am Schluss der Arbeit näher
auseinandersetzen werde, dass die Chromosomen, und also auch die
Prochromosomen, gepaart vorkommen, woraus sich die geringe Zahl
der Körner erklären Hesse.
Auch Laibach hat (p. 200) das Auftreten von verschieden grossen
Chromatinkörnern in den Kernen beobachtet, was nach ihm darauf
beruht, »dass der Grad der Verteilung des Chromatins auf das
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