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200
len, steht sie hinsichtlich des Baues der Blattränder der X.
guia-nensis am nächsten.
Ob noch andere schon beschriebene Spezies im Baue der
Blattränder mit den jetzt erwähnten übereinstimmen, ergibt sich nicht
aus den vorhandenen Beschreibungen. Der »margo cartilagineus
folii» der Autoren kann sowohl durch mechanische Epidermis als
durch subepidermales Stereom zustande kommen. Zwei derselben
möchte ich jedoch denjenigen zur anatomischen Untersuchung
empfehlen, die sie zur Hand haben, nämlich X. setigera Oliver und
X. americana Grisebach (nach Heimerl nichl die von Aublet so
benannte Pflanze). Die fünf jetzt bekannten Spezies stimmen auch
in mehreren anderen Hinsichten überein. Sämtliche überwintern
meines Wissens durch Seitensprosse mit gut entwickelten Blättern;
der Hauptspross endigt in einen Blütenstand. Die Ränder des
Blattes sind glänzend und kahl; die Flächen sind nie runzelig oder
mit Erhabenheiten versehen. Die Nerven liegen in einer Ebene.
Nur die Aussenwand der Epidermiszellen ist verdickt, bei X.
steno-cephala jedoch nur wenig. Im Blütenstande, besonders in der
Behaarung der sogenannten Sepala lateralia, liegen aber grosse
Unterschiede vor. Es scheint mir jedoch, dass man bei der
Gruppierung der Spezies den diesbezüglichen Unterschieden einen zu
grossen Wert beigemessen hat. Deren ungeachtet dürfte die
Vermutung nahe liegen, dass die hier behandelten fünf Spezies nahe
verwandt seien. Eine Stütze gewinnt diese Annahme dadurch,
dass sie in derselben pflanzengeographischen Provinz, und zwar in
der Hylaea, zuhause sind. Nur X. stenocephala ist daselbst nicht
angetroffen worden; der Bezirk (Zentral-Matto Grosso) und noch
mehr der Pflanzenverein (die »Cabeceira»-Sümpfe), wo sie
vorkommt, hegt aber, wie ich mehrfach hervorgehoben, auch zahlreiche
andere Hylaea-Elemente.
II.
Über die Epidermis und das Stereom einiger
stielrunden Blätter.
Schon durch R. Brown’s Prodromus florae Novae Hollandiae (vom
Jahre 1810) sind Xyridazeen mit stielrunden Blättern (foliis
tereti-bus), z. B. X. teretifolia B. Brown und Ä’. lacera R. Brown, bekannt
geworden. Die von diesem Forscher gegebenen Beschreibungen
sind aber sehr knapp und die Begrenzung der Spezies sehr un-
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