- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 5. 1911 /
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Die Schwierigkeiten, die sich, wie oben erwähnt, bald einstellten,
als es galt, für eine Pflanzengruppe mit Generationswechsel zu
bestimmen, was zu der einen und was zu der anderen Generation
gehörte, erhielten indessen sehr bald ihre befriedigende Lösung. Es
geschah dies bekanntlich durch die moderne Zellkernforschung.
Nachdem durch die bahnbrechenden Untersuchungen Gregoire’s,
Guignard’s, Strasburger’s u. a. eine Reduktionsteilung auch im
Pflanzenreiche nachgewiesen worden war. wurde nämlich bald das
ganze Generationswechselproblem auf ein anderes, höheres Niveau
erhoben.

Nachdem es gelungen war, die Reduktionsteilung bei der Teilung
der Sporenmutterzellen der Farne und Moose nachzuweisen, und
ferner dass gerade die Gamophyten durch dieselbe niedrigere
Chro-mosomenzahl charakterisiert waren, die man in den Sporen
gefunden hatte, während andererseits die Sporophyten die doppelte Anzahl
aufwiesen, war ja ein sicherer, objektiver Grund für die Beurteilung
gelegt, was als Sporophyt- und was als Gamophytgeneration
anzusehen ist, oder wie man nunmehr mit Strasburger auch dieselbe
Sache ausdrücken kann, was als diploide und was als haploide
Generation zu bezeichnen ist. Die Gamophyten sind nämlich
haploide. die Sporophyten dagegen diploide Generationen. Dieser
Gedanke, der zuerst von Overton" ausgesprochen zu sein scheint,
dürfte nunmehr als allgemein angenommen anzusehen sein. Der
Generationswechsel wurde hierdurch ein Problem, das sich aufs
engste mit der Frage von der Befruchtung im allgemeinen
verknüpfte. denn überall, wo eine Befruchtung vorhanden ist, d. h.
eine Bildung eines Kerns mit doppelter Chromosomenzahl durch
Verschmelzung zweier mit je der halben Anzahl, dort muss sich
auch unbedingt in den Entwicklungskreis an irgend einer Stelle
eine Phase einschieben, in der eine entsprechende Reduktion der
Chromosomenzahl stattfindet, zur Vermeidung einer durch
Befruchtung sonst ständig fortschreitenden Verdopplung der Chromosomen.
Sind nun, wie bei den Farnen, diese Phasen in der
Entwicklungsgeschichte der Pflanze beide als besondere Lebensformen. Bionten,
entwickelt, so gelangt ja dieser Generationswechsel auch äusserlich
zu einem ganz besonders augenfälligen Ausdruck.

Freilich hat es nicht an Einwänden gegen diese Auffassungsweise
gefehlt, die Chromosomenzahl bei der Bestimmung, ob Sporophyt
oder Gamophyt, den Ausschlag geben zu lassen. Als Ausdruck
einer derartigen skeptischen Auffassung, die wohl zunächst darin

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