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Taf 3.
V. ZUSAMMENFASSUNG.
Die cytologische Untersuchung über den Generationswechsel bei
Delesseria sanguinea hat also ergeben, dass Tetrasporen- und
Geschlechtspflanze als bezw. Sporophyt und Gamophyt aufzulassen
sind: die erstere hat die diploide Chromosomenzahl 40, die letztere
(jedenfalls die weibliche Pflanze) die haploide 20- Die letztere
Chromosomenzahl findet sich auch bei den Tetrasporen, die also den
Ausgangspunkt für die Geschlechtsgeneration bilden müssen. Die
Tetrasporenbildung ist auch eine mit Reduktionsteilung verbundene
Tetradenteilung, und die Tetrasporen mutterzelle ist also
ein Gonotokont.
Diese Untersuchung von Delesseria sanguinea hat also völlig die
Auffassung von dem Generationswechsel bei den Florideen
bestätigt, die zuerst von Yamanouchi auf Grund seiner Untersuchung
von Polysiphonia violacea aufgestellt, und die dann auch durch
Lewis’ Arbeit über Griffithsia bestätigt worden ist. Dagegen liefert
die Entwicklungsgeschichte von Delesseria sanguinea keinerlei Stütze
für eine Generationswechselauffassung im Schmitz-OltmANNs’schen
Sinne, wonach der Gonimoblast der Florideen die einem
Moossporo-gon vergleichbare Sporophytgeneration darstellte und die
Tetrasporen also nur als eine Art zum Generationswechsel nicht gehöriger
»Nebenfruchtformen» anzusehen wären.
Das Generationswechselproblem bei den Florideen ist wohl kaum
jedoch hiermit endgiltig gelöst. Einige unklare Punkte dürften
noch klarzustellen sein. Vor allem erheischen so z. R. diejenigen
Gruppen, bei denen im Entwicklungszyklus keine Tetrasporen sich
lindén, eine genaue Untersuchung. Im Falle Nemalion ist so
beispielsweise wohl noch nicht das letzte Wort gesprochen. Die
Frage, wo die Reduktionsteilung dort stattfindet, ist nämlich
niemals von Wolfe beantwortet worden. Wie ich oben betont habe,
ist nach derselben wohl mit grösster Aussicht auf Erfolg bei der
ersten Teilung der befruchteten Eizelle zu suchen, sofern nicht
innerhalb der Nemalionales-Gruppe geradezu Apogamie vermutet
werden könnte. Dieser Annahme widersprechen indessen Wolfe’s
Angaben, dass eine Chromosonireduktion wirklich stattfindet. In
diesem Zusammenhang verlangen auch die Mono- und Tetrasporen
der Gattung Chanlransia eine cytologische Vergleicliung,
Eine Frage, die indessen ganz besonders eine Untersuchung
erfordert, bilden die in der Litteratur angegebenen Fälle, wo Tetra-
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