- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 6. 1912 /
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nehmen. Sie blühten im Sommer 1911 und setzten im Herbst
zahlreiche Früchte. Diese fielen nicht ab, sondern blieben den
ganzen Winter an den Pflanzen. Mitte April 1912 war in einigen
Früchten Keimung eingetreten. Um zu ermitteln, ob die Samen
direkt auf Erde keimen können, wurde am 17. eine Aussaat
gemacht. Am 27. Mai hatten noch keine gekeimt, aber am 6. Juni
übergab mir Gartendirektor Örtendahl 6 Keimpflanzen. Sie waren
von demselben Aussehen wie die hier abgebildeten von P. pumila.
Wurzelhaare konnte ich nicht entdecken und ebensowenig besitzen die
erwachsenen Topfpflanzen solche. Vielleicht haben die Pernettyen
in ihrer Heimat Mykorrhiza.

Auch Pernetlya mucronata dürfte in der Natur vivipar sein. Am
6. Januar 1902 fand ich sie auf einer Insel ö. vom Feuerland in voller
Blüte und gleichzeitig mit reifen Früchten vom vorigen Herbst (März
1901). Leider wurde keine Untersuchung gemacht.

Die Viviparie bei Pernettya ist wohl als eine anormale
Erscheinung zu bezeichnen, die aber unter gewissen Umständen — wenn
die Früchte sehr lange an der Pflanze bleiben — regelmässig
eintritt. Unter dem Namen Viviparie sind ja verschiedene Dinge
beschrieben worden. Fast jeden Herbst kommt es bei anhaltend warmem
und regnerischem Wetter vor, dass die Samen mehrerer Arten an
der Mutterpflanze Keimen, dies wird aber wohl gewöhnlich nicht
in diesen Begriff einbezogen. Velenovsky (Morph, d. Pfl. S. 1098)
charakterisiert die vivipare Keimung als eine konstante und erbliche
Eigenschaft, welche sich in Folge biologischer Umstände entwickelt
hat. Solche Viviparie finden wir bekanntlich bei den
Mangrove-pflanzen und ferner beschreibt Goerel (Pflanzenbiol. Schilder. I S.
128) im Anschluss daran Crinum asialicum, wo jedoch die Samen an
der Mutterpflanze nur so weit entwickelt werden, dass sie nach
dem Abfallen direkt auskeimen, was wohl als ein Grenzfall der
Viviparie bezeichnet werden kann. Ein ganz interessanter Fall
wird von Velenovsky (o. c. S. 1099) beschrieben, der im
Gewächshaus die Beobachtung machte, dass die Beeren von der
Phytolac-cacee Rhina laenis L. regelmässig so lange an der Pflanze bleiben
bis an der einen Seite die Wurzel, an der anderen das Hypokotyl
mit den Keimblättern heraustritt. Etwas ähnliches wurde im
hiesigen Garten auf Hedera »arborea» beobachtet, nach freundl.
Mitteilung von Dr. T. Lagerberg.

In allen diesen Fällen durchbricht also die Keimpflanze die
Fruchtwand. Noch mehr ausgeprägt vivipar würden wohl solche

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