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Die Farbstoffe.
I.) In Wasser tinlösliche, in Alkohol lösliche Farbstoffe.
1) Chlorophyll.
2) Carotin. Mittels Molisch’s Kalimethode gelingt es sehr gut,
auch bei den Cyanophyceen Carotin nachzuweisen.
3) Xanthophyll. In einer meiner früheren Arbeiten (1911, S.
118) wurde behauptet, dass eine Lösung von Xanthophyll, welches
aus Ceramium rubrum extrahiert worden ist, bei Kochen nach Zusatz
von etwas Eisessig grün gefärbt wird, und dass sie sich bei
Behandlung mit Alkali in irgend einer Weise verändert, so dass die
Farbe nach Zusatz von einer Säure bis zu saurer Reaktion
augenblicklich grün wird. Diese Angaben beruhen, wie spätere
Untersuchungen gezeigt haben, darauf, dass meine Xanthophyllösungen
von Phykoxanthin verunreinigt waren. Eine reine
Xanthophvllös-ung gibt diese Reaktionen nicht, sie sind aber für eine
Phykoxan-thinlösung charakteristisch.
Aus meinem Material von Ceramium rubrum wurde auch ein
dritter gelber Farbstoff extrahiert. Dieser scheint mir mit dem für
die Fucoideen charakteristischen Farbstoff, Phykoxanthin,
identisch zu sein, und sein Vorkommen in den Extrakten aus Ceramium
wurde auch auf Verunreinigungen von Diatomaceen und Fucoideen
zurückgeführt (Kyi.in, 1911, S. 120). Später habe ich noch zwei
Florideen, Delesseria sanguinea und Batrachospermum Gallcei,
hinsichtlich des Vorkommens von Phykoxanthin untersucht. Bei
Delesseria Hess sich dieser Farbstoff nachweisen (Verunreinigungen?),
bei Batrachospermum dagegen nicht. — Die Cyanophyceen müssen
aufs neue hinsichtlich des Vorkommens von Xanthophyll und
Phykoxanthin untersucht werden, da man aus den Literaturangaben
keine sicheren Schlüsse ziehen kann.
II.) In Wasser (bei Gegenwart von Neutralsalzen oder sehr
wenig Alkali) lösliche, in Alkohol unlösliche Farbstoffe.
4) Phykoerythrin. Von diesem Farbstoffe gibt es zwei
Modifikationen :
a) mit prachtvoll orangegelber Fluorescenz1). Diese ist die
häufigere Modifikation.
’) l’hy koery th rinkry stalle aus Ceramium rubrum, (lie seit mehr als zwei Jahren
auf einem tinstern Ort in 20%iger Ammoniumsulfatlösung (-(-Toluol) aufbewahrt
sind, lösen sich in Wasser bei Zusetzung von ganz wenig sehr verdünnter Natrium-
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