- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 6. 1912 /
541

Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

541

ung der gelben Farbstoffe begleitet zu sein und vielleicht auch
von einer Verminderung des Chlorophylls. Aber nur diejenigen
Florideen, die an Stellen mit stärkerer Beleuchtung vorkommen,
verändern ihre Farbe ins Blassrote und schliesslich ins Gelbgrüne
oder mehr weniger Gelbliche. Werden sie aber vor stärkerer
Beleuchtung beschützt, behalten sie ihr Leben lang die rote Farbe.
— Ich niuss mich demnach der Meinung von Oltmanns und
Sau-vageau anschliessen: es ist die Quantität des Lichtes nicht, wie
Gaidukov meint, die Qualität desselben, die in der Natur eine
Farbenveränderung der Florideen verursacht.

Hinsichtlich des Einflusses der Lichtstärke auf die Färbung der
Cyanophvceen hat Nadson ein sehr lehrreiches Experiment gemacht.
Er berichtet darüber folgendes (1908, S. 141):

»Phormidium, welches an schattigen Stellen wächst, hat die für
die Gruppe der Cyanophyceen charakteristische blaugrüne Färbung.
An helleren Sonnenschein gebracht und zwar auf einen Tisch,
welcher am östlich gelegenen Fensler stand, bekam es im Sommer,
nach ca. 2 Monaten eine hell-goldgelbe Färbung mit
bräunlichem Stich. Diese Färbung ähnelt ausserordentlich der für eine
ganz andere Algengruppe charakteristischen und zwar der Färbung
der Diatomeen. Im Herbst bei verminderter Intensität des
Sonnenlichtes, wird die goldig-braune Färbung allmälich wieder durch
die blaugrüne ersetzt.

»An derselben Ph orm idiu m - A r t wurde sodann eine andere
Reihe von Versuchen gemacht, doch in sozusagen umgekehrter
Richtung.

»Phormidium, das am Licht (beim östlich gelegenen Fenster) als
goldig-braungelbe Häutchen gewachsen war, wurde an einen
beschatteten Platz, der dem prallen Sonnenschein unzugänglich war,
gebracht. Es vergingen ca. 2l/a Monate und die Algenhäutchen
wurden blaugrün, wobei sie einen leicht bräunlichen Stich behielten;
2 Monate später aber waren sie schon von einer mehr hellen und
typischen blaugrünen Farbe.

»Ganz ähnliche Farbenveränderungen — blaugrün auf
goldigbraun und umgekehrt ■— zeigte bei den Versuchen noch eine
andere Alge Oscillaria amphibia

Die eben erwähnten Farbenveränderungen sind gar keine
komplementären, chromatischen Adaptationserscheinungen, da sie nicht
von verschiedenen Lichtqualitäten bedingt sind, sondern auf
verschiedenen Lichtstärken beruhen. Eine zu grosse Lichtstärke zerstört

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Mon Dec 11 23:00:10 2023 (aronsson) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/svbotan/6/0615.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free