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karpogonientragende Blatt ist im geschlechtsreifen Stadium nur
den vierten Teil so lang wie das männliche Blatt und das Tetra-
sporophyll. Erst nach der Befruchtung, wenn das Zystokarp reif
ist, erreicht das Blatt eine Länge, die der des Tetrasporophylls
vergleichbar ist.
Der allgemeine Bau und die Organisation des Karpogonblattes
sind, wie oben erwähnt, bereits von PnırLırs klargestellt worden.
Ich könnte mich also mit Bezug darauf begnügen, auf diese Unter-
suchung zu verweisen, deren Ergebnisse ich der Hauptsache nach
bestätigen kann. Des Zusammenhangs wegen sei indessen in aller-
grösster Kürze auch hier eine Darstellung von dem allgemeinen Bau
und von der Stellung der Karpogonäste gegeben, und zwar will ich
hierbei besonders die allerfrühesten Entwicklungsstadien berücksich-
tigen, die von PHILLuiPs nicht studiert worden sind.
Der Delesseriaspross wird von einer Scheitelzelle aufgebaut, die sich
quer teilt (vgl. SVEDELIUS, »Generationswechsel», S. 276, Fig. 1). Dar-
auf folgen in den Segmenten Längswände, so dass einerseits eine
durchgehende Zentralzellenreihe, andererseits auch paarweise ge-
genüberstehende Äste gebildet werden, die durch ihre weiteren
Teilungen — gleichfalls mittelst einer Scheitelzelle — den blattähn-
lichen Spross aufbauen. Die Verschiedenheiten zwischen dem rein
vegetativen Spross, dem Tetrasporophyll sowie dem männlichen
und weiblichen Blatte beginnen eigentlich erst, wenn die Teilungen
mit Wandbildung auch in der Ebene der Blattspreiten beginnen,
d. h. mit anderen Worten, sie beruhen darauf, dass der Dickenzu-
wachs bei ihnen auf etwas verschiedene Weise geschieht.
Das vegetative Blatt ist dadurch ausgezeichnet, dass der Dicken-
zuwachs ziemlich deutlich sich làngs der Mittellinie des Blattes kon-
zentriert, während er den Seiten entlang mehr unbedeutend ist. Hier-
durch tritt schon frühzeitig der scharfe Unterschied zwischen Mittel-
nerv und Spreite hervor, der so charakteristisch für das vegetative
Blatt ist (vgl. SVEDELIUS, »Generationswechsel», S. 277, Fig. 2).
Das Tetrasporophyll dagegen ist durch einen mehr gleichfórmigen
Dickenzuwachs über die ganze Sprossoberfläche hin im Verein mit
vollkommener Abwesenheit eines Mittelnervs ausgezeichnet (vgl.
SVEDELIUS, »Generationswechsel», S. 277, Fig. 3).
Das männliche Blatt schliesslich ist auch durch die Abwesenheit
eines Mittelnervs im völlig ausgewachsenen Stadium charakterisiert,
obwohl ein solcher noch in früheren Stadien unterschieden werden kann
(vgl. SvEDELIUS, »Spermatienbildung» S. 244, Fig. 3). Für das männliche
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