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Gleichzeitig damit, dass diese »sterilen> Äste hervorwachsen und
gleichsam eine erste Füllung der künftigen Zystokarphöhle bilden,
beginnt eine lebhafte Zellteilung und Zellstreckung in den umge-
benden Zellschichten. Fig. 3, Taf. 1, zeigt instruktiv, wie diese
Streckung stattfindet, wobei das ganze Blatt gleichsam aufgelockert
wird und grosse Interzellularräume gebildet werden, die durch die
langen Zellstränge von einander abgegrenzt werden.
Nachdem nun die sterilen Fäden zur Entwicklung gelangt sind,
beginnt sehr bald auch die Gonimoblastentwicklung selbst. Textfig.
20 zeigt drei Zellen aus der Zentralreihe nebst einer Tragzelle (trz)
mit ihrer Auxiliarzelle (az).
Aus der Auxiliarzelle quillt
gleichsam die erste Gonimo-
blastzelle oder die sog. »Zen-
tralzelle» heraus, mit welch
letzterem Namen sie zum Un-
terschied von der unteren, zu- Sex EN
sammengedrángten »Fusszel-
le» belegt worden ist, die das
ist, was in diesem Stadium ax.––––z:–«
von der ursprünglichen Auxi-
liarzelle übrig ist. Von der
ersteren Zelle wachsen nun
nach verschiedenen Seiten die
noch ziemlich unbedeutenden
Gonimoblastzellen aus. Hinter
diesen wieder treten die steri- Fig. 20. Die erste Entwicklung des Gonimo-
len Fäden (stz) mit ihren stark blasten. trz — Tragzelle; az — Auxiliarzelle;
angeschwellten Wänden her- ee al E e dae
vor. Dass, wie YAMANOUCHI
bei Polysiphonia beschreibt, die diploiden Kerne auch in die Trag-
zele selbst einwanderten, kommt völlig sicher bei Delesseria
nicht vor.
Fig. 21 zeigt ungefáhr dieselben Stadien wie Fig. 20. Hier ist
indessen die umgebende Zystokarpwand auch abgebildet, und der
Querschnitt hat gerade die Mündung des Zystokarps getroffen. Die
Tragzelle ist in diesem Bilde nicht zu sehen, wohl aber die Auxi-
liarzelle und die Gonimoblastfäden, die hier ein eigentümliches Aus-
sehen haben, das ich oft beobachtet habe, wenn sie jung sind. Sie
sind nämlich äusserst schmal, fast schlauchförmig, und scheinen
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