- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 8. 1914 /
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wechselnder Zahl bei den meisten Rhodomelaceen vor. Nach PHILLIPS
(1896, S. 201) sind sie sogar bei allen Rhodomelaceen vorhanden:
FALKENBERG (1901, S. 97) konnte sie zwar háufig, aber nicht immer
autfinden. Die Funktion dieser Zellen ist noch unklar. Ich móchte
aber darauf hinweisen, dass die sterilen Zellen dazu beitragen, dass
die Fruchthülle, welche sich aus den seitlichen Perizentralzellen des
fertilen Segmentes entwickelt, nicht zu eng angelegt wird. Demselben
Zweck dienen auch die drei Stielzellen des Karpogons, die sich
während der Entwicklung des Prokarps bedeutend vergrössern.
Man beobachte die Abbildungen Fig. 3 und 4. Dies ist aber wohl
nicht ihre einzige Funktion. Die Stielzellen des Karpogons füllen
sich mit einem sehr dichten Inhalt, während das Karpogon selbst
ziemlich inhaltsleer bleibt. Nach der Befruchtung teilt sich der
befruchtete Eikern einmal bereits vor dem Fusionieren des Karpo-
gons mit der Auxiliarzelle, und der Inhalt der Stielzellen dient da-
bei offenbar dem Karpogone als Nahrung. In derselben Weise
dient wahrscheinlich der Inhalt der sterilen Zellen des Prokarps
dem jungen Gonimoblasten als Nahrung.

Die unterste Segmentzelle des fertilen Trichoblasten wird poly-
siphon, und dient als Stiel für das Prokarp. Die Segmentzelle, die
oberhalb der fertilen liegt, bleibt im allgemeinen ungeteilt, nur aus-
nahmsweise wird sie polysiphon. Die übrigen Segmentzellen bleiben
immer ungeteilt, und der fertile Trichoblast wird deshalb niemals
verzweigt.

4. DIE ENTWICKLUNG DES PROKARPS NACH DER
BEFRUCHTUNG.

Das Eindringen des männlichen Kerns durch die Trichogyne
und seine Verschmelzung mit dem Eikern habe ich leider nicht
beobachtet, Die Befruchtung ruft aber eine weitere Entwicklung
des Prokarps hervor. Zuerst wird von der Perizentralzelle nach
oben eine neue Zelle abgeschnitten (Fig. 5 a). Diese Zelle ist die
Auxiliarzelle; die Perizentralzelle ist demnach Auxiliarmutterzelle.

Nach dem Abschneiden der Auxiliarzelle bildet jede der drei vor
der Befruchtung vorhandenen sterilen Zellen je eine neue Zelle
(Fig. 5 b und Fig. 6). Hiermit sind im allgemeinen die Zellteilungen
des Prokarps vollendet. Bisweilen können aber noch eine oder
zwei sterile Zellen gebildet werden, die eine von dem vierzelligen
sterilen Seitenast in der Weise, wie es in der Fig. 7 a dargestellt

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