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kerne in normal gewachsenen Wurzeln. In einer normalen Wurzel
kommen etwa 50 Spiremkerne auf 1000 Interphasen, bezw.
präspirematischen Kernen vor. In den bei 36,5° fünf Stunden
gehaltenen habe ich 4 Spiremkerne auf 75—80 Ruhekerne gefunden.
Ferner ist auf den erwähnten Mangel an präspirematischen Kernen
hinzuweisen. Daraus kann man entnehmen, dass bei 36,5" keine
Interphasekerne in Prophase eintreten. Und hieraus folgt, dass
die Karyotinsynthese gehemmt ist. Es besteht als in dieser Hinsicht
eine auffallende Übereinstimmung dieser Wurzeln mit den einge-
gipsten.
Die Chromosomengestalt der Spiremschlingen ist keine einfache
durch die Temperatur bedingte Modifikation, denn ganz ähnliche
/ Sy
a
oes /
8. 9:
Fig. 8. Stück eines Spiremkerns aus einer wie in 1 behandelten Wurzel, mit sehr
kurzen Chromosomen, die parallell liegen. ;!;’, Ok. 4.
Fig. 9. Aquatorialplatte aus einer Wurzel wie in 7, mit sehr frei liegenden
Tochterchromosomen. ;!;, Ok. 4.
Spireme findet man in den eingegipsten Wurzeln. Die Ursache ist
also eigentlich die abnorme Velängerung des Stadiums; die Vorgänge
im Plasma finden sich nicht zur rechten Zeit ein, um die Kernmem-
bran aufzulösen und den Teilungszyklus zu vollenden. Unsere
Befunde bringen auch den Beweis dafür, dass die Separation der
Chromosomenhälften erst unter der Mitwirkung des Plasmas erfolgen
kann. Denn in den dicken Spiremen erblickt man zwar eine Längs-
spaltung, die Hälften entfernen sich aber nicht voneinander.
In den spärlichen Metaphasen, die bei dieser hohen Temperatur
noch stattfinden (vgl. oben), ist häufig eine auffallend starke Separa-
tion der Chromosomenhälften zu erblicken (vgl. Fig. 9), was darauf
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