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ständlich handelt es sich nicht hier um die Länge eines Stadiums
an sich, sondern um eine Verlangsamung unter abnormen Beding-
ungen, die partiell störend auf die Karyokinese wirken. Diese par-
tielle Störung ist hier eine fortwährende Lähmung der plasmatischen
Teilungsvorgänge.
Tatsächlich wurden keine Spindelfäden beobachtet und schon die
morphologische Anordnung der Chromosomen verträgt sich nicht
mit der Annahme eines normalen. Teilungsvorgangs. Obwohl also
diese Chromosomen keine Aussicht haben, in die Bildung von zwei
gleichwertigen Kernen einzugehen, sind sie sehr schön längsgespaltet.
Sehr interessant ist nun, dass die beiden Chromosomenhälften auch
auseinandergetrieben werden, wie aus Fig. 15 deutlich ersichtlich
ist. Nach unseren vorherigen Befunden findet innerhalb der geschlos-
senen Kernwandung niemals eine Separation der Chromosomenhälf-
ten statt. Hier sehen wir, dass dazu die Versetzung der Chromo-
somen ins Plasma erforderlich ist. Anderseits ist die dizentrische
Anordnung des letzteren durchaus keine notwendige Vorbedingung.
Die freigemachten Tochterchromosomen gehen deshalb ganz regellos
auseinander, wie man aus Fig. 15 sieht. Es besteht hier eine voll-
ständige Übereinstimmung mit den vorher (S. 6) zitierten Befunden
MARCELLA Boveris über einpolige Mitosen im Seeigelei. Auch an
mehr normal gestalteten Chromosomen in ähnlich behandelten
Wurzeln habe ich eine derartige Separation der Hälften gesehen,
ohne dass eine Spindelfigur oder dizentrische Anordnung im Plasma
vorhanden war.
Das Schicksal dieser abnormen Mitosen erschliesst man aus dem
Studium derselben Präparaten. Im Stadium Fig. 15 oder etwas
später wird eine Kernwandung allmählich angelegt. In dem neuen
Kern sind die freien Chromosomen noch eine zeitlang zu beobach-
ten. Aus Fig. 15 ersieht man, dass die Separation der Chromoso-
men nicht gleichzeitig für alle erfolgt. Daher kommt es, dass in
den neuen Kern sowohl nicht separierte Paare wie schon isolierte
Tochterchromosomen eingehen (siehe Fig. 16). Bei der fortschrei-
tenden Rekonstruktion verhalten sich die gespaltenen und einfachen
Chromosomen gleich und wenn man sich auf den Boden der In-
dividualitätshypothese stellt, und ferner die Tatsachen über normale
Mitosen beachtet, ist es sehr wahrscheinlich, dass in der folgenden
Prophase die beiden Hälften der gespaltenen Chromosomen und das
einfache Chromosom zu je einem gespaltenen Spiremfaden Ursprung
geben, voraus denn eine abweichende Chromosomenzahl resultiert.
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