- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 8. 1914 /
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dieser Gruppe treten nämlich nicht wenige Monokotyledonenmerk-
male auf. Ein solches liegt in der Pollenentwicklung gewisser For-
men, was auch von einigen Systematikern hervorgehoben worden
ist. Zu dem für die Monokotylen charakteristischen Typus gehören
nämlich, wie oben erwähnt wurde, Ceralophyllum und möglicher-
weise einige Nymphaeaceen, während Magnolia und Anona sich
demselben Typus nähern. Es ist von besonderem Interesse, dass
ein derarliger Typus unter den Anonaceen vorkommt, eine Familie
die in so hohem Grade Anklänge an Monokotylen aufweist (5). Die
meisten untersuchten Vertreter der Polycarpicae haben sich aber
betreffs der Pollenentwicklung als typische Dikotylen erwiesen.
Hierher gehören u. a. Podophyllum (14, S. 192) und wahrscheinlich
auch Akebia (18, S. 17 u. 24), was ich besonders erwähne, weil
HALLIER (10, S. 199) die Monokotylen von diesen nahestehenden
Typen (Berberidacen und Lardizabalaceen) herleiten will. Wenn
die Monokotylen von den Polycarpicae abstammen, so ist es meiner
Meinung nach am natürlichsten, die Pollenentwicklung durch suk-
zessive Zellteilung als aus derjenigen durch simultane Teilung ent-
standen zu betrachten. Dann würde der Magnolia-Typus den Mo-
nokotyledonentypus in seiner Entstehung darstellen.

Es ist ja wahrscheinlich, dass weitere Untersuchungen neue Bei-
spiele des Monokotyledonentypus unter den Dikotylen bringen wer-
den. Sei dem aber wie ihm wolle; es steht indessen fest, dass der
betreffende Typus ein nicht zu unterschätzendes Monokotyledonen-
merkmal bei den Polycarpicae bedeutet, das für die Beurteilung der
Stellung von den Aristolochiacen und Rafflesiaceen nicht ohne Be-
lang ist (vgl. unten).

Aristolochia Clematitis.

Über die Pollenentwicklung von Aristolochia ist meines Wissens
nichts geschrieben. Das von mir untersuchte Material von A. Cle-
matilis war mit Alkohol-Eisessig fixiert. Die Fixierung war sehr
gut ausgefallen. Die Pflanze wäre gewiss ein günstiges Objekt für
Studien über den Mechanismus der Kernteilungen. Solche liegen
aber ausserhalb des Rahmens dieser Untersuchung. Ich will hier
nur erwähnen, dass die Kerne arm an Chromatin sind und sehr
deutliche Prochromosomen enthalten. Ihre Zahl beträgt (etwa) 14,
d. h. die diploide Chromosomenzahl der Pflanze. Als Zahl der
Doppelchromosomen in der Diakinese und den meiotischen Tei-
lungen habe ich bei zahlreichen Gelegenheiten sieben feststellen

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