- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 8. 1914 /
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Ein Teil der Staubpilze scheint in ziemlich hohem Grade gegen
den Einfluss des Gebirgsklimas empfindlich zu sein. Alle in Torne
Lappmark beobachteten Exemplare von Calvatia saccala kennzeich-
nen sich dadurch, dass ihr Stiel höchst unbedeutend entwickelt ist,
während die Peridie die normale Grösse zeigt; in Südschweden ist
diese Art immer mit einem langausgezogenen und schmalen Stiel
versehen. Dasselbe ist auch bei Harstad in Lofoten der Fall,
wo (Aug. 1912) mehrere typische Exemplare eingesammelt wurden.
Auf den äussersten Lofoteninseln, deren Klima vom Gesichtspunkte
der Vegetation betrachtet bis zum Meerespiegel einen rein subalpinen
Charakter hat (Tu. C. E. Fries 1913 S. 176), tritt wieder ausschliess-
lich die nahezu stiellose Form von Torne Lappmark auf (einge-
sammelt im Aug. 1912). Infolge der geringen Entwicklung des
Stieles weichen die Exemplare von Torne Lappmark im Habitus
beträchtlich von dem Normalen ab, in jeder anderen Hinsicht sind
sie völlig typisch. — Auch Lycoperdon gemmatum ist in Torne
Lappmark, besonders in der regio subalpina und alpina, im allge-
meinen auffallend kurzstielig, aber auch normal entwickelte Indi-
viduen sind anzutreffen.

Die Rindenschicht gewisser Staubpilze ist in Torne Lappmark
auffallend dick; die Warzen und Höcker der Peridie werden infolge-
dessen ausserordentlich gross; dies ist besonders bei Lycoperdon
gemmatum und nigrescens der Fall. Die Ursache ist wahrscheinlich
die dem Gebirgsklima charakteristische starke Verdunstung.

Über die Höhengrenzen der einzelnen Arten werden im folgenden
mehrere Aufzeichnungen mitgeteilt. Von besonderem Interesse ist
der Fund von Lycoperdon umbrinum auf dem Rullavare und
dem Kebnekaise c:a 1400 m ü. d. M., sowie das Vorkommen
von Calvatia borealis und Bovista nigrescens hoch über der Wald-
grenze auf dem Nuolja.

FAM. LYCOPERDACEAE.
Calvatia (Fr. p. p.) Morg.

C. saccata (Vahl) Morg. — Horrós, Gast. Ung. S. 86.

Diese Art kommt hier und da, jedoch niemals in grósserer Menge,
sowohl in der regio subalpina als auch in den unteren Teilen
der regio alpina vor; im Nadelwald ist sie nicht beobachtet worden.
Sie wächst auf grasbewachsenem Wiesenboden und auf nackter

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