- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 8. 1914 /
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seinen Ursprung verdankt und, die drei normalen Kernteilungsstadien
durchlaufend, eine für die meisten bisher untersuchten Kompositen
typische Gestaltung erfährt und also drei einkernige, in einer Reihe
gelagerte Antipoden bekommt. Diese ursprünglich drei Antipoden
erfahren aber hier ein weiteres, nachträgliches Wachstum, das von
sowohl Zell- als auch Kernteilung begleitet ist. Die definitiven Anti-
podenzellen sind somit in einer wechselnden, oft nicht unbeträcht-
lichen Zahl vorhanden; sie bilden einen fast parenchymatischen
Gewebekomplex aus, in welchem die einzelnen Zellelemente schliess-
lich vielkernig werden.

Ein zwei- bis mehrzelliges Archespor ist von mehreren Embryologen
bei den Kompositeen beobachtet worden. Ich habe es sowohl für
Chrysanthemum Leucanthemum, wo es seit Jönssons (1880) Zeit be-
kannt ist, als auch für Pyrethrum balsaminatum, hier von MARSHALL-
Warp (1880) nachgewiesen, bestätigen können. Bei diesen beiden
Formen kommt es höchstens zur Ausbildung von 3 bis 4 Zellen.

Eine erstaunend grosse Mächtigkeit des Archespors habe ich für
Aster Pattersonii und Pyrethrum corymbosum verzeichnen können.
Der Nucellus schwillt fast tonnenförmig an wie es z. B. bei Carda-
mine (VENDENDRIES 1905) und Crucianella (LLovp 1902) bekannt ist.
Die weitere Entwicklung des Archespors fördert aber bemerkenswerte
Unterschiede zwischen diesen beiden Arten zu Tage. Für die be-
treffende Aster-Form erscheint es ein wirkliches Charakteristicum zu
sein, dass sämtliche Archesporzellen in regelrechter Weise Tetraden-
zellen liefern. Jede dieser mit Wänden ausgestatteten Megasporen
beginnen alle zu keimen, so dass der Nucellus mit zweikernigen
Embryosäcken bis zum Platzen gefüllt wird. Von diesen Embryo-
säcken setzt aber nur eine sehr beschränkte Anzahl, zwei bis drei,
ihre Weiterentwicklung fort. Die übrigen werden augenscheinlich
bei der Ernährung der weiterwachsenden verbraucht. Die »Antipoden-
region» besteht somit hier zum Teil aus zweikernigen Embryosäcken.
— Fertige Embryosäcke sind in meinem Materiale nicht vorhanden.

Bei der eben erwähnten Pyrethrum-Art zeigt, wie gesagt, das Arche-
spor auf den jüngeren Stufen seiner Entwicklung ein mit demjenigen
bei Aster Pattersonii übereinstimmendes Aussehen. Die fundamentale
Differenz tritt erst bei der Ausbildung der Megasporen hervor. Sie
werden nicht durch Einschalten von Wänden voneinander getrennt;
höchstens werden die einzelnen Megasporenpartieen durch später
auftretende Vakuolen markiert. Die Verhältnisse erinnern hier also
auch in dieser Hinsicht an Crucianella (LLoyp 1902). Die weitere

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Project Runeberg, Fri Jun 14 21:08:15 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
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