- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
186

Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

180

erstgenannten Pflanzen in den Phragmoplasten der Reduktionsteilung
Zellplatten entstehen. Bei Clintonia kommen die Zellplatten auch
in dem dritten Teilungsschritt vor. Das gänzliche Fehlen der Zell-
platten bei Anthemis tinctoria scheint mir von einer gewissen Bedeutung
zu sein. Es führt uns nämlich auf die Frage nacb der Natur der
vier ersten Kerne derjenigen Pflanzen, deren Embryosackmutterzelle
ohne Zellteilung zum Embryosack auswächst. Über diese Kerne
sind bekanntlich zwei verschiedene Theorien vorhanden. COULTER (3)
hat sie als Megasporenkerne erklärt, weil sie durch eine Reduktions-
teilung enstanden sind. ERNST (4) hat dagegen ihre Megasporennatur
geleugnet, weil, seiner Meinung nach, die Entwicklungsvorgänge im
Embryosack unabhängig von seiner Entstehung betrachtet werden
müssten. Es ist nicht meine Absicht, diese beiden Auffassungen,
unter denen ich mich der CourrEnschen anschliesse, hier näher
zu erörtern. Was die Erscheinungen in meinem Untersuchungs-
objekt betrifft, will ich nur mit einigen Worten Browns (1) von der
CouLTERSchen Auffassung abweichende Meinung berühren. Brown
hat nämlich hervorgehoben, dass die Reduktionsteilung allein nicht
als Zeugnis der Megasporenbildung dienen könne, und zieht ein
zweites Kriterium heran. »A distinction», sagt er pag. 246, »between
the first division of the megaspore and a division giving rise to
megaspores is that while in the first case no cell plate is formed
on the spindle in the latter case either a wall or a cellplate is formed
on the spindle» Diese Auffassung ist schon von verschiedenen
Autoren bemängelt worden. SwrirH (16) hat auf die Inkonsequenz
der Auffassung Brown’s aufmerksam gemacht, wenn dieser aus den
oben erwähnter Gründen die zusammengesetzte Natur des Cypripedium-
Embryosackes nicht zugeben will, aber den Lilium-Embryosack für
zusammangesetzt erklärt, obgleich hier eine Zellplatte bei der dritten
Mitosis vorhanden ist. Bei Clintonia kommt eine Zellplatte auch in
der ersten Teilung des Megasporenkerns vor. Später hat auch Mc
ALLISTER (9) sich dagegen ausgesprochen, die Zellplatten als Kenn-
zeichen der Megasporenbildung anzusehen, und sich entschieden
gegen diese Auffassung verwahrt. Ebensowenig steht diese Theorie
mit den Tatsachen bei Anthemis im Einklang, denn Zellplatten
kommen ja, wie oben erwähnt, bei der Reduktionsteilung dieser
Pflanze überhaupt nicht vor, und doch sind die Kerne zweifelsohne
als Megasporenkerne anzusprechen.

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Sat Jun 15 00:10:54 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/svbotan/9/0212.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free