- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
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contraction» erwähnt wird und dem diese Forscher eine so grosse
Bedeutung beilegen. Jeder von dem gemeinsamen Zentrum aus-
strahlende Radius sollte hier durch Umbiegung eines einfachen Fadens
gebildet sein, der dadurch doppelt geworden sei. Betrachten wir
jedoch Fig. 5 etwas näher, werden wir finden, dass es sich aber
keineswegs so verhält. Wenigstens die Schlingen 1—1 und 2—2
konnten im Mikroskop mit Deutlichkeit als zwei einheitliche
Doppelfäden wahrgenommen werden. Da diese also nicht durch
Umbiegung nach MorriER entstanden sein können und die übrigen
genau ebenso dick sind, so liegt ja auch kein Grund vor anzu-
nehmen, dass diese letzteren durch Umbiegung gebildet worden
seien. Ungefähr ähnliche Figuren, parasyndetisch gedeutet, werden
u. a. von LunDEGÄRDH (48) und ROSENBERG (58) mitgeteilt.

Es sind von den Anhängern der Spaltungstheorie viele Versuche
gemacht worden, diese »second contraction» zu erklären. Es scheint
mir jedoch am einfachsten, mit LAGERBERG (38) anzunehmen, dass
sie die direkte Fortsetzung der ersten Kontraktion ist. Die Schlingen
haben nach dieser mehr oder weniger ihre exzentrische Anordnung
beibehalten. Sie ist also kein neues Stadium in der Entwicklung
des Kerns. Bisweilen tritt sie nicht so deutlich hervor (Fig. 7, 8);
in solchen Fällen kann man jedoch an dem nächsten Schnitt des-
selben Kerns die strahlenfórmige Orientierung sehen. Dass die
grosse umgebogene Schlinge in Fig. 7 nicht nach Morrier als ein
in der Bildung begriffenes Doppelchromosom betrachtet werden
kann, erscheint selbstverständlich. Sie ist schon längsgespalten
und hat dieselbe Dicke wie die übrigen Schlingen.

Von den beiden Theorien der Chromosomenbildung, der von
GRÉGOIRE (28), STRASBURGER (76), LUNDEGÅRDH (50) u. a. vertretenen
Spaltungstheorie und der von MorrrER (57) u. a. vertretenen
Faltungstheorie, scheint mir jene für Sphagnum squarrosum aus den
oben angeführten Gründen die wahrscheinlichste zu sein. Es ist klar,
dass wegen der kleinen Kerne die Meinungen über die Entstehung
der Doppelchromosomen bei den Bryophyten mindestens in ebenso
hohem Grade divergieren wie bei den hóheren Pflanzen. WILSON
(81, Mnium) und GRAHAM (27, Preissia) z. B. schliessen sich der
Metasyndestheorie an, während MARCHAL (51, Amblystegium) An-
hänger der Auffassung von GREGOIRE ist. GREGOIRE (28) glaubt
bei Mnium — im Gegensatz zu WILSON (81) — einen Beweis für
die Parasyndestheorie gefunden zu haben.

In Fig. 9 sind die Chromosomen bedeutend verkürzt, und die

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