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Spiraldrehung tritt sehr schön hervor. Doch sind sie durch diese
Verkürzung nicht nennenswert dicker geworden. Die ungleichförmige
Entwicklung des Kerns ist auch hier deutlich. Bei tiefer Einstellung
erscheinen im Mikroskop zwei Doppelfäden, die noch dieselbe
Länge wie der Diameter des Kerns haben.
Man scheint sehr selten das Strepsinemastadium bei den Moosen
gesehen zu haben. MarcHaL (51, Taf., Fig. 8) bildet ein Stadium
ab, das er als Strepsinema anspricht, obgleich es nur schwach ent-
wickelt zu sein scheint. Sonst gibt GREGOIRE (28) an, dass er ein
deutliches Strepsinema bei Mnium gesehen hat, wo Wırson (81)
vorher ein solches Stadium nicht beobachtet hatte. In meinen
mit FLEMMINGS Gemisch und Chrom-Platina-Essigsäure fixierten
Sphagnum-Präparaten sind Stadien, wie ich sie in Fig. 5—9 abge-
bildet habe, sehr gewöhnlich.
Wie sich die Doppelchromosomen weiter entwickeln, habe ich
leider nicht feststellen können. Das nächste von mir untersuchte
Stadium wird in Fig. 10 a u. b gezeigt, zwei Schnitte derselben
Sporenmutterzelle. Es ist unzweifelhaft eine späte Diakinese. Die
Chromosomen liegen gewöhnlich in deutlichen Tetraden (Fig. 12);
die der homöotypischen Teilung sind schon sichtbar. Die Kompo-
nenten der Gemini sind gewöhnlich wie in Fig. 12, 1 u. 2 orientiert,
an den Enden zusammenstossend, bisweilen sogar aneinander klebend,
so dass nur die Spalte zwischen den Chromosomen der homöoty-
pischen Teilung sichtbar ist. Seltener liegen sie mehr oder weniger
parallel orientiert, wie in Fig. 12, 6. Durch Verkürzung werden
endlich die vier Komponenten der Gemini ziemlich kugelförmig
(Fig. 12, 5). Den Vorgang bei ihrer Bildung des Strepsinema-
stadiums kann man vielleicht bei der Betrachtung des Doppel-
chromosoms in Fig. 12, 1 erraten. Dasselbe kann auf die Weise,
wie u. a. FRISENDAHL (22) beschreibt, gebildet sein, d. h. durch
Konzentration des Chromatins nach dem einen Ende des Doppel-
fadens hin. Die Lininschwänze würden dann Reste des früheren
Doppelfadens sein. Das ist jedoch nur eine Vermutung, für die
ich gegenwärtig keine Beweise liefern kann. Ich habe aber auch
andere Stadien gesehen, die wohl diese Erklärung wahrscheinlich
machen können.
In der Diakinese sind gewöhnlich die meisten Gemini um den
Nukleolus konzentriert (Fig. 10 b), sonst liegen nur wenige im Kerne
zerstreut. Fig. 10 a und b sind, wie erwähnt, Schnitte derselben
Sporenmutterzelle. Eine vorzugsweise peripherische Anhäufung der
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