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Chromosomen, wie man sie gewöhnlich in der Diakinese der
Phanerogamen findet, habe ich bei Sphagnum squarrosum nicht
angetroffen.
Die Diakinese der Moose ist eigentlich nur von MARCHAL (51)
beobachtet worden, und zwar bei Amblystegium riparium. Seiner
Abbildung (51, Taf., Fig. 12) nach zu urteilen, bestehen hier die
Gemini aus paarweise liegenden, an der einen Seite des Kerns etwas
mehr angehäuften Chromosomen. Das von WILSON (81, Taf. XI,
Fig. 25) als frühe Diakinese bezeichnete Stadium scheint mir unklar
zu sein und hängt wohl von schlechter Fixierung ab.
Aus Tetraden bestehende Gemini sind bei Fossombronia (19) und
Pallavicinia (56) beschrieben worden. Moore (56, Fig. 6) bildet ein
Stadium ab, durch das er andeuten will, dass »the elements
of the tetrads are formed previous to the segmentation ofthe spirem
and that these in some way become properly grouped». Diese von
Moore abgebildete Figur ist jedoch jedenfalls kein Spirem, das im
Begriff steht, sich zu segmentieren, sondern das Stadium scheint
mir mit dem von Gares (24, Taf. II, Fig. 26) abgebildeten und
später u. a. von GREGOIRE (28) in Frage gestellten identisch zu sein;
GREGOIRE (28) hält es einfach für eine Diakinese, in der zwischen
den Doppelchromosomen sekundäre Verbindungen entstanden sind.
Solche Bilder habe ich auch, obgleich selten, bei Sphagnum squarro-
sum gesehen.
Bisjetzt hat es immer im Kern wenigstens einen Nukleolus ge-
geben, am häufigsten aber mehrere. Die gewöhnliche Anzahl ist
zwei (Fig. 3, 6, 9), von denen der eine etwas grösser ist als der
andere. Die in der Literatur bei den Phanerogamen häufig be-
schriebene hefenartige Sprossung der Nukleolen habe auch ich
ziemlich oft beobachtet (Fig. 3, 9). Eine solche ist bei Mnium von
WILSON (81) besprochen, der die abgeschnürten Körper mit den von
IKENO (34) in den Androgonen und Androzytenmutterzellen!) gefun-
denen, von dem Kern auswandernden »Zentrosomen» vergleicht, ein
Vergleich, der mir weniger gelungen erscheint. Ob diese Spros-
sungserscheinung ein Fixierartefakt ist oder nicht, kann nur durch das
Studium an lebendem Material entschieden werden. Hinsichtlich
der Phanerogamen herrschen bekanntlich verschiedene Auffassungen
von dieser Sprossung, was vielleicht davon abhängt, dass die
Nukleolen so schwer zu fixieren (49) sind.
Wenn auch weniger deutlich, so existiert doch der Nukleolus
DEVel. 3.282;
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