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Bei Anthoceros (13) tritt der interkinetische Kern in ein Ruhe-
stadium ein, in dem die Chromosomen in Körner zerteilt und mit
Lininfäden verbunden sind und ein deutlicher Nukleolus erscheint.
Bei den übrigen Moosen scheint gleichfalls ein Ruhestadium erreicht
zu sein, z. B. bei Pellia (14), Riccia (4), Preissia (27), Amblystegium
riparium (51).: Bei Pallavicinia fehlt es jedoch (56).
Die Spindeln der homóotypischen Teilung haben gewóhnlich die
Form der Fig. 24. Am häufigsten etwas dünner als die hetero-
typischen Spindeln haben sie jäh abgesetzte, langgespitzte Pole, die
immer an die Chromatophoren befestigt sind. Gewöhnlich liegen
sie in Ebenen, die zueinander sowie auch zu der Ebene der ersten
Teilungsfigur senkrecht sind (Fig. 24); selten liegen sie in derselben
Ebene parallel (Fig. 25). Die Anaphase und die Telophase werden
wahrscheinlich sehr schnell durchlaufen; ich habe sie nicht gesehen.
Jeder der neugebildeten Tochterkerne kommt an je seinem Chro-
matophor zu liegen. Jede Spore erhält folglich nur einen Chroma-
tophor (Fig. 27) So ist es ja auch bei Anthoceros (13) und den
Laubmoosen (62), wührend bei den Lebermoosen, wie gesagt, die
Sporenmutterzellen viele Chromatophoren haben, welche zu mehreren
auf die Sporen verteilt werden.
Nach Davis (13, Taf. X, Fig. 24) ist die stumpfe homöotypische
Spindel auch bei Anthoceros zwischen zwei Chromatophoren orien-
tiert, und bei den Laubmoosen (62) ist sie wie bei Sphagnum an
zwei befestigt.
In der Anaphase der heterotypischen Teilung beginnen die äqua-
torialen Anschwellungen der Spindelfasern aufzutreten (Fig. 19), die
zu einer Zellplatte werden. Eine Zellplatte des gewöhnlichen Typus
(75) gelangt jedoch nie zur Ausbildung. In Fig. 21 verlaufen die
Spindelfasern unregelmässiger als vorher (Fig. 19) und sind etwas
dicker geworden. Bald verschwinden sie an den betr. Kernen, und
die achromatische Substanz konzentriert sich am Äquator, wo die
Anschwellungen zu grösseren Körpern von unregelmässigem Aussehen
verschmelzen (Fig. 22). Dass die in Fig. 22 sichtbaren kinoplasma-
tischen Körper wirklich durch Verschmelzung entstanden sind, scheint
mir daraus hervorzugehen, dass von ihnen oft zwei Fäden in der-
selben Richtung ausgehen. Diese Körper vereinigen sich später
ihrerseits miteinander, so dass immer eine dichte Kinoplasmamasse
(Fig. 24) zwischen den beiden homöotypischen Spindeln vorkommt.
Diese ist also durch die primären dquatorialen Anschwellungen der
Spindelfasern gebildet, die sich zuerst zu grösseren Körpern vereinigt
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