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Entwickelungsgang gewisser Uebergangsgruppen wiederholen, eine Ver-
schmelzung kleiner Chromatophoren zu einem einzigen hingegen
nirgendwo stattfinden.»
Nach dieser SCHIMPERS Anschauung ist also unter den Bryophy-
len der Anthoceros-Typus der phylogenetisch älteste. Bei den Laub-
moosen hat das Archespor (62, S. 496) »in bezug auf die Zahl und
das Verhalten der Plastiden einen Algencharakter am längsten er-
halten»; der Pellia-Typus ist der phylogenetisch jüngste, und wenig-
stens kann er sich unmöglich zu einem der beiden anderen ent-
wickelt haben.
Der Tatsache, dass der Funaria-Typus auch für Sphagnum charak-
leristisch ist, lege ich eine grosse systematische Bedeulung bei, was
später wird behandelt werden.
3. Einige Bemerkungen über das Antheridium von
Sphagnum acutifolium.
Das erstemal, wo man in der Literatur eine Beschreibung der
Antheridien von Sphagnum findet, ist bei HEpwıc (31, S. 62): »Sphag-
ni autem palustris ambae species ... quae in foliorum alis incrassatae
extremae partis ramulorum superiorum resident antherae, ouales
sunt et filo succulento circumducto a reliquis omnibus sese distin-
guunt.» Er sagt ferner, das Antheridium sei mit einem Stiel ver-
sehen, und seine Abbildung (Tab. III) ist vollkommen korrekt.
Über die Form und Bewegung der Antherozoiden !) wusste er aber
noch nichts. Diese sah zuerst NEES von ESENBACH (71) im Jahre 1821.
Er hielt sie für Protozoen, aber UNGER (61) war es beschieden, ihre
Bedeutung für die Befruchtung darzulegen. SCHIMPER (71) ist der
erste, der die Zilien dieser Antherozoiden beobachtet hat.
Nach ScHLEIDEN (72) entstehen die Antherozoiden in der Weise,
dass die Zentralzelle des Antheridiums — er glaubte, dass das junge
Antheridium aus einer von einer einfachen Zellschicht umgebenen
Zentralzelle bestehe — in eine Masse Zellen zerfällt, von denen
jede einen Spiralfaden, d. h. ein Antherozoid, bildet.
Versuche, die frühere Entwicklung des Antheridiums zu erklären,
sind von HoFMEISTER (32) und SCHIMPER (71) gemacht. HOFMEISTER
1 Die g- Gameten möchte ich nach Dersis et Sorıer (15) Antherozoiden benen-
nen; diese Bezeichnung ist später von u. a. ALLEN (2) aufgenommen.
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