- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
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wänden der Zelle parallel. Die Androzyten bestehen deshalb immer
aus zwei dreieckigen, kongruenten Zellen, die sich erst spät abrunden.
Dies ist bei Marchantia von SCHAFFNER (65) bestätigt worden, und
dieselbe Beobachtung ist an anderen Lebermoosen gemacht worden,
wie Riccia (42), Fossombronia (33), Fegatella (6, 83), Monoclea (36).
Dies scheint für die Lebermoose kennzeichnend zu sein, obgleich
vielleicht bei einigen, wie Pellia und Aneura (82), dieser Charakter
verschwunden ist, weil die Androzytenmutterzellen mehr oder weni-
ger rund sind. Wırson (82) sagt: »In Pellia and Aneura, even if
the division is phylogenetically diagonal, yet, ontogenetically, there
is little evidence of it.»

Bei den Laubmoosen sind die Androzytenmutterzellen langgestreckt
ellipsoidisch, und nach den bisherigen Untersuchungen zu urteilen,
liegen hier die Kernspindeln immer in der Längsrichtung der Zelle.
So verhalten sich z. B. Polytrichum (89, 2, 78), Mnium (40, 82),
Atrichum undulatum (82).

Betrachten wir, wie Sphagnum sich in dieser Hinsicht verhält, so
finden wir die Ubereinstimmung mit den Laubmoosen offenbar. Fig. 44
zeigt die ellipsoidische Androzytenmutterzelle von Sphagnum acuti-
folium, und die Spindel ist, wie man sieht, in deren Längsrichtung
orientiert.

In den Androzytenmutterzellen erscheinen im Zytoplasma zwei
stark färbbare Körper, von denen in den vorhergehenden Mitosen
keine Spur zu sehen war. Es sind die Körper, die verschiedene
Forscher Zentrosomen, Zentralkörper und Blepharoplasten nennen.
Ich möchte sie Blepharoplasten (79) benennen, da sie meines Erach-
tens den in den Androzyten auftretenden zilienbildenden Körpern
identisch sind. Kurz vor der Teilung der Androzytenmutterzellen
treten sie an den beiden Enden der Zelle besonders scharf hervor
(Fig. 42, 43). In der Metaphase (Fig. 44) sind sie am häufigsten
noch deutlich, an den beiden Polen der Spindel gelegen, obgleich
sie jetzt aber weniger färbbar sind als vorher. In der Telophase
wird es jedoch schwieriger, sie zu unterscheiden, und oft scheinen
sie zu fehlen. In Fig. 46 unterliegt es keinem Zweifel, dass die zwei
Körper, die ungefähr da liegen, wo sich die Spindelpole vorher
befanden, die Blepharoplasten sind; ebenso dürfte der eine noch da
sein in Fig. 47; es ist jedoch fraglich, ob der in der Nähe der oberen
Chromosomen gelegene Körper in dieser Figur der Blepharoplast ist;
in Fig. 45 scheinen beide gänzlich zu fehlen. In den Androzyten
(Fig. 48, 49) werden sie aber wieder deutlich sichtbar, und eben

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