- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
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hier sind sie von GUIGNARD (30) bei Sphagnum fimbriatum entdeckt
worden. Ihre Lage an den Polen der vorigen Spindel sowie ihre
Form und auch die Tatsache, dass sie in der Telophase oft ziemlich
sicher identifizierbar sind, weist darauf hin, dass die in den Andro-
zytenmutterzellen und Androzyten vorkommenden Körper identisch
sind.

Ähnlich verhalten sich die Blepharoplasten nach ALLEN (2) bei
Polytrichum. In den Androzytenmutterzellen distinkt — ursprünglich
einer, der sich später teilt — werden sie in der Metaphase undeut-
lich, um dann in der Anaphase am häufigsten zu verschwinden.
Ungefähr zo werden auch die Blepharoplasten der Pteridophyten (84)
geschildert.

Über das Auftreten der Blepharoplasten bei den Moosen ist viel
geschrieben und diskutiert worden. Oft sind sie mit den Zentro-
somen der Thallophyten verglichen worden. Solche Zentrosomen
hat IkEeno (34, 35) bei Marchantia in allen fertilen Zellen des An-
theridiums gesehen, was SCHAFFNER (65) auch bestätigt. MIYAKE (54)
und EscovEz (17) haben diese Zentrosomen in den Androgonen des
Marchantia-Antheridiums nicht gesehen, aber wohl haben sie in den
Androzytenmutterzellen stark färbbare Blepharoplasten beobachtet.
EscovEz sagt (17, S. 254): »Ce ne sont pas de vrais centrosomes,
mais des organes sui generis, ‘les porteurs de cils’.»

Was die übrigen Bryophyten betrifft, sind viele Forscher der
Meinung, dass es Zentrosomen in allen fertilen Zellen des Antheri-
diums gebe (6, 40, 39, 42), während andere nur in den Androzyten-
mutterzellen Blepharoplasten gefunden haben (17, 11, 33, 3, 2, 35). Die
divergierenden Auffassungen dürften den von der geringen Grösse
der Zellen sowie auch von den verschiedenen Fixierungs- und
Färbungsmethoden herrührenden Schwierigkeiten zugeschrieben wer-
den müssen. Am besten müssten diese Erscheinungen durch Vital-
färbung an lebendem Material untersucht werden, was jedoch auf
technische Schwierigkeiten stösst.

Mit allen Fixierungsflüssigkeiten, die ich benutzt habe, sind, wenn
auch die Fixierungen sonst schlecht gewesen sind, die Blepharo-
plasten der Androzytenmutterzellen gut sichtbar geworden.

IkEno (34) und LEEUWEN-REIJVAAN (39, 40) haben zu finden
geglaubt, dass die Blepharoplasten aus dem Kern hinaus abgeschnürt
werden, was dagegen andere nicht haben beobachten können, die
dagegen meinen, dass sie de novo im Zytoplasma gebildet seien.
Ich selbst habe bei Sphagnum acutifolium nichts gesehen, was darauf

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