- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
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SCHIMPER (71) bricht Sphagnum aus den Laubmoosen heraus
und lässt es eine besondere Klasse, Sphagninae, bilden, indem er
sagt: »Sobald man die Lebermoose als eigene Klasse von den Laub-
moosen trennt, müssen auch die Torfmoose (Sphagna) als solche
von denselben getrennt werden, da die Summe und Wichtigkeit
ihrer Unterscheidungsmerkmale ebenso gross ist wie bei jenen.»
Über die phylogenetische Stellung von Sphagnum hat er selbstre-
dend keine Ansicht ausgesprochen.

Über die systematische Stellung von Sphagnum — phylogenetisch
betrachtet — gibt es also eigentlich nur zwei Auffassungen:

1) Sphagnum ist zwar ein Laubmoos, steht aber so zu sagen auf
der Grenze der Lebermoose und bildet das Verbindungsglied zwischen
den beiden grossen Gruppen.

2) Sphagnum ist ein echtes Laubmoos, hat aber nichts mit den
Lebermoosen zu schaffen, es hat sich also aus einem Laubmoos-artigen
Typus entwickelt.

Bei den Lebermoosen hat man die nächsten Verwandten von
Sphagnum unter den Jungermanniales und den Anthocerotales finden
wollen. Cavers (10, S. 37) sagt z. B.: »Sphagnum has probably
arisen from a synthetic ancestral type, which combined Junger-
mannian and Anthocerotean characters... .». CAMPBELL (9, S. 227)
hebt die Ähnlichkeiten mit Anthocerotes (sensu dieses Forschers)
hervor, will sie aber nicht so erklären, dass Sphagnum direkt daher
stammen sollte, »but that the two groups have come from a com-
mon stock is not impossible.»

Meines Erachtens sind die Ähnlichkeiten zwischen Sphagnum und
Jungermanniales zu gering, um irgend welche Verwandtschaft zu
beweisen. Eigentlich sind es nur die äussere Form des Antheri-
‘diums und die frühere Entwicklung des Sporophyten, die die Ver-
einigungspunkte bilden. Was das Antheridium betrifft, muss man
sich jedoch erinnern, dass es bei den Jungermanniales interkalar,
bei Sphagnum dagegen mit einer zweischneidigen Scheitelzelle wächst.
Gegen die Entwicklung in der Richtung Jungermanniales—Sphagnum
scheint mir aber am kräftigsten das Verhalten der Chromatophoren
in den Archespor- und Sporenmutterzellen zu sprechen. Die Junger-
manniales haben ja, soweit sie untersucht sind, in diesen Zellen
mehrere Chromatophoren, während Sphagnum, wie oben gesagt,
nur einen einzigen hat. Ich möchte auch die äussere Gestalt der
Sporenmutterzellen hervorheben, die bei den Jungermanniales cha-
rakteristisch vierlappig, bei Sphagnum aber sphärisch ist.

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