Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
305
Gestalt als schwarze Streifen unter dem Sacke noch nach der Bil-
dung des Endosperms erkennbar. Im Gegensatz zum Verhalten bei
Jussieua erfährt die Samenanlage, gleich nachdem die Tetradentei-
lungen abgeschlossen sind, einen sehr ansehnlichen Längenzuwachs;
allein die Zahl der Parietalschichten vermehrt sich von sieben
auf ungefähr zwanzig. Da der Embryosack mit dieser Entwicklung
gleichen Schritt hält, bekommt er eine sehr langgestreckte Gestalt. Der
einzige Polkern wandert am häufigsten hinab und verweilt auf der
halben Höhe des Sackes.
Bei Boisduvalia ist die Art der Krümmung der Samenanlagen eine
ganz andere als bei Jussieua Beide Gattungen haben zwar apotrope
Samenanlagen, aber während bei Jussieua die äussere Seite der
Samenanlage, wo das äussere Integument am meisten entwickelt
ist, sich nach innen nach der Plazenta zu richtet, geht sie bei
Boisduvalia nach aussen auf die Fruchtknotenhéhle. Aus dem
Vergleich der Figuren 2 d und 4 a geht diese Verschiedenheit
sogleich hervor. Wegen der geringeren Krümmung der Samen-
anlagen bei Boisduvalia ist das äussere Integument hier auch an
der Innenseite als lippenförmiger Wulst entwickelt. Der Pollen-
schlauch wird hierdurch genötigt, nach dem Austritt aus der Pla-
zenta an der Basis des Funiculus eine Strecke im Fruchtknoten-
raum zu verlaufen. Auf seinem Wege nach der Mikropyle schmiegt
er sich, wahrscheinlich wegen chemotropischen Reizes (Mıyosnı 1894)
dicht an jenen Integumentenwulst. Doch kommen häufig Fälle vor,
die darauf hindeuten, dass der Verlauf des Pollenschlauches kein
ausschliesslich ektotroper ist, sondern dass der letztere zum Teil
in den Integumentenwulst hineindringt und denselben zum Teil
vernichtet (Fig. 4 a). Wir haben es bei diesem Verhalten des
Pollenschlauches mit einem Übergangsfall zu den Verhältnissen bei
Epilobium zu tun. Aus der Mikropyle geht der Pollenschlauch di-
rekt nach des Spitze des Embryosacks. Verästelungen in die um-
gebenden Geweben fehlen. Er ist verhältnissmässig dünn und auch
seine Membran ist nicht dicker als die Zellwände des Nucellus.
An dem Nucellusscheitel kann dieselbe Einschnürung, die bei
Jussieua villosa beschrieben wurde, beobachtet werden, und nach der
Befruchtung findet man hier wie häufig bei jener Art (Fig. 2 b) eine
kräftige Querwand im Pollenschlauch auf der Höhe der Embryo-
sackmembran. Der Pollenschlauch scheint gesundes Plasma zu ent-
halten, auch noch nachdem die Eizelle durch eine Reihe Teilun-
gen einen kurzen Suspensor und eine Kugel von mehreren Zellen
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>