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mündet etwas seitlich in den Mikropylenkanal. Häufig treibt er
jedoch einen Fortsatz zwischen dem äusseren Integument und der
Plazenta in die Fruchtknotenhöhle hinaus. Der Integumentwulst
kann in verschiedenem Grade beschädigt werden. Häufig wird er
völlig verbraucht (Fig. 4 c), aber mitunter bleibt er nahezu unverletzt,
so dass der Pollenschlauch in normaler Weise durch die Mikropyle
zu gehen scheint. Eine derartige Inkonstanz im Verlauf des Pollen-
schlauches hat WIinGE (1914) bei Humulus japonicus beschrieben, wo
der Pollenschlauch, je nach dem Grade der Krümmung der Samenan-
lagen, durch die Mikropyle oder durch das Integument dringt. Auch
bei Cucurbita maxima (LonGo 1903) kommen sowohl typische Poro-
gamie als auch — bei einer Varietät — Fälle vor, wo der Pollenschlauch
durch den an den Funiculus grenzenden Wulst des äusseren Inte-
guments verläuft, also wie bei Epilobium. Wie unten näher erwähnt
wird, fand ich schliesslich bei Clarkia elegans, die sich sonst als
porogam herausstellte, einen Fall von ausgeprägter Mesotropie.
Die mittleren Zellreihen der dicken Nucelluskappe, durch welche
sich der Pollenschlauch einen Weg bahnen muss, sind vor der
Befruchtung mit Stärke prall gefüllt. Sonst findet man im Nucellus
Stärkekörner nur in den dem Embryosack anliegenden Zellen; die
Integumente enthalten sehr wenig Stärke. Der Pollenschlauch färbt
sich im Gewebe der Samenanlage noch nach der Befruchtung mit
Jodlösungen intensiv braunyiolett, was wohl Reichtum an Stärke
und ihren Derivaten andeutet. Die Erhaltung des Schlauches ist
bei Epilobium andauernder als bei den vorigen Gattungen.
Epilobium angustifolium.
Was diese Art betrifft, will ich nur einige Bemerkungen über das
Verhalten des Pollenschlauches machen. Das Eindringen des letz-
teren in die Samenanlage, der ungefähr dieselbe Gestalt und Lage
wie bei E. hirsutum zukommen, wird von Frl. WERNER folgender-
massen beschrieben: »Bei der Befruchtung wächst der Pollenschlauch
nicht, wie dies gewöhnlich der Fall ist, direkt zur Mikropyle, son-
dern er wächst von der Plazenta aus quer durch den Funiculus
und die Integumente zum Nuzellusscheitel und von da in die
Mikropyle. Daher sieht es oft so aus, als ob der Pollenschlauch
von dorther in die Samenanlage eindrünge. Er verbreitet sich in
der Mikropyle und entsendet Fortsätze in das äussere Integument
und in den Nuzellus, während die Spitze zum Embryosack wächst».
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