- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
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Die Lage und die Gestalt der Hypostase bei der Mehrzahl der
untersuchten Onagraceen-Arten deuten, wie es auch das Aussehen
der umgebenden Zellen in der Chalaza und in dem Nucellus tut,
zweifelsohne darauf, dass sie, wie MaAGnus (1913) annimmt, von
einer gewissen Bedeutung für die Nahrungszufuhr des Embryosacks
ist. Unter dieser Zellenregion findet sich diejenige Schicht kleiner
plasmareicher Zellen, die das leitende Gewebe des Funiculus ab-
schliessen und sich während der ganzen Samenentwicklung unverän-
dert erhalten. Das Vorhandensein einer derartigen Zellengruppe gibt
MopıLewskı (1908) für die ebenfalls mit einer Hypostase versehenen
Urticaceen an. Die der oberen Fläche der Hypostase anliegenden Teile
des Nucellus zeigen häufig eine ähnliche Ausbildung, indem die dor-
tigen Zellen kleiner und plasmareicher als in dem übrigen Nucel-
lus sind. Dass die mittleren Zellenreihen dieser Region eine be-
sondere Anpassung an ihre nahrungsleitende Funktion erfahren
können, wurde schon oben erwähnt, und auch dass sich die epi-
dermale leitende Schicht der älteren Samenanlagen der Hypostase
anschliesst. Die Hypostase ist somit zwischen Zellenverbände ein-
geschaltet, die offenbar im Dienste der Nährstoffleitung stehen.
Dass sie selbst für dieselbe Aufgabe geeignet sein dürfte, lässt sich
aus dem Umstand vermuten, dass sich bei ihrem Zuwachs in den
Nucellus hinein vor allem die Zellen der zentralen Nucellusreihen,
die ja die wichtigste Leitungsbahn sind, in Hypostasenzellen um-
wandeln. Dadurch entsteht die stark konvexe Form der Hypo-
stase, die z. B. Clarkia, Godetia und Oenothera biennis kennzeichnet.
Es macht, nach derartigen Strukturen zu urteilen, den Eindruck,
als wäre MacNus’ Annahme richtig, dass durch eine partielle Ver-
holzung der Membranen in den Regionen, die zunächst das Nähr-
material in den Embryosack leiten, grössere Garantien dafür ent-
ständen, »dass die Verbindung zwischen dem leitenden Gewebe
des Funiculus und dem Embryosack nicht durch absterbende Zellen
gestört» wird.

Der Bau der Samenanlagen bei der parthenokarpen
Fuchsia-Form »Marinka».

Die Parthenokarpie bei kultivierten Fuchsien ist eine seit alters
beobachtete Erscheinung. Die einzelnen Rassen verhalten sich aber
in dieser Hinsicht verschieden. Bei einigen können Befruchtung

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