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Der Embryosack der Onagraceen.
Eine Ubersicht.
Durch die über die Embryosackentwicklung der Onagraceen aus-
geführten Untersuchungen hat es sich herausgestellt, dass ein vier-
kerniger Embryosack ein sehr charakteristisches Merkmal dieser
Familie ist. Ein Embryosack dieses Typs ist in der jüngsten Zeit bei
vielen Arten verschiedener Gattungen gefunden: Oenothera (GEERTS
1908 u. 1909, MopıLewskı 1909, Davis 1910, RENNER 1914, Frl.
WERNER 1914), Circaea und Epilobium (MODILEWSKI u. WERNER),
Lopezia (TäcknorLm 1914), Clarkia und Fuchsia (WERNER). Unter
älteren Forschern hat HOFMEISTER bereits 1847 und 1849 vierkernige
Embryosäcke bei Godelia rubicunda richtig abgebildet und beschrieben.
Von Fällen, die Abweichungen von diesem Typ zeigen, sind bisher
nur wenige erwähnt. VESQUE (1879) hat bei Fuchsia fulgens einen
fünfkernigen Embryosack gefunden, der seines Erachtens aus der
Verschmelzung von zwei Megasporen entstanden ist. Doch dürfte
diese Vergrósserung der Kernzahl, auch wenn die Entstehungsweise
nicht immer dieselbe sein sollte, auf jeden Fall als eine sekundäre,
aus dem normalen vierkernigen Typ herzuleitende Erscheinung ge-
deutet werden müssen. Es handelt sich nämlich hier mit grösster
Sicherheit entweder um dasselbe Phànomen, das ich nicht nur mit-
unter bei Fuchsia, sondern auch je ein Mal bei Godelia und bei
Jussieua fand, nämlich um die Teilung des Polkerns — Fig. 12,
Taf. 19 in Vesques Abhandlung macht diesen Eindruck — oder auch
um Erhaltung der zweiten Tetradenzelle, wie er es selbst meint.
In der letztgenannten Weise erklärt auch GEERTS die vermehrte
Kernzahl des Embryosackes, die er zweimal bei Oenothera Lamarcki-
ana fand. Bei Oenothera biennis konnte MOoDILEWSKI »einigemal
eine gróssere Zahl der Kerne im jungen Embryosacke konstatieren,
doch die Fälle waren so selten, dass ich diese Tatsachen näher zu
studieren bis jetzt keine Gelegenheit hatte». Wenn man von GIBELLIS
und Ferreos (1891) Untersuchung der in der Familie sehr freiste-
henden oder, vielleicht richtiger, nicht zu dieser Familie gehórenden
Gattung Trapa absieht, hat nur einer der Forscher, die sich mit den
Onagraceen beschäftigt haben, nämlich GUIGNARD (1882), das Vor-
kommen eines gewóhnlichen achtkernigen Embryosackes in dieser
Familie erwähnt und zwar bei Oenothera letraplera. Diese Angabe
ist sehr auffällig, teils weil es sich hier, nach der Darstellung des
Verfassers zu urteilen, nicht um eine Anomalie, sondern um das
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