Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
354
Normale bei dieser Pflanze handeln soll, teils weil Frl.- WERNER
dieselbe Art untersucht hat, ohne dass sie, wie es scheint, andere
als vierkernige Embryosäcke wahrgenommen hätte. Auch in einigen
anderen Hinsichten widersprechen Frl. WrnwEns Befunde GUuIG-
NARDS Beschreibung. Dieser sagt nämlich, dass die unterste Mega-
spore zum Embryosack auswachse und »au moment de la féconda-
tion, le sac embryonnaire est en contact avec l’épiderme du sommet
du nucelle». Nach jener ist es aber hier, wie am häufigsten bei den
Onagraceen, die oberste Tetradenzelle, die den Sack erzeugt, und
was den zweiten Punkt betrifft, geht es aus einer Figur, die Frl.
WERNER mitteilt, hervor, dass der Embryosack noch nach der Be-
fruchtung durch mehrere Parietalschichten von der Nucellusspitze
getrennt ist, ganz wie es in der Familie die Regel ist.
Wie oben angedeutet, scheint Trapa natans von den übrigen bisher
untersuchten Onagraceen abzuweichen durch die Bildung von vier Ker-
nen auch im chalazalen Teil des Embryosackes. GIBELLI und FERREO
schreiben hierüber (p. 173): »Tuttavia noi, servendosi di sezioni in
serie, abbiamo potuto scorgere l’ulteriore segmentazione in quattro
dei due nuclei superiori ed inferiori, come accade normalmente, e
quindi anche la formazione delle antipode, ben presto evanescenti»,
und an einer anderen Stelle (p. 159): »Le antipode sono labilissime,
ma una volta ne abbiamo pure scorte tre». Auch HOFMEISTER
(1858) sah bei dieser Pflanze Kerne am chalazalen Ende des Sackes.
Wenn also Trapa in der Kernanzahl des fertigen Embryosackes
einen ursprünglicheren Typ zeigt, als die übrigen untersuchten Ona-
graceen, nimmt doch der Gametophyt derselben in einer anderen
Beziehung eine entwicklungsgeschichtlich hohe Stellung ein, weil
hier, nach den erwähnten Forschern, die -Embryosackmutterzelle
direkt zum Embryosack auswächst. Wir haben es also bei den
eigentlichen Onagraceen und bei Trapa mit zwei in hohem Grade
differenzierten, aber doch weit getrennten Embryosacktypen zu tun,
beide wegen Verminderung der Anzahl der Teilungen im Gameto-
phyten entstanden. In jenem Falle ist eine Teilung ausgefallen, in
diesem zwei; bei den ersteren hat eine einzige Megaspore den Em-
bryosack geliefert, bei den letzteren vier. In Anbetracht der Kon-
stanz, mit welcher der vierkernige Embryosacktyp sonst bei den
Onagraceen vorzukommen scheint, sprechen somit die embryolo-
gischen Verhältnisse für diejenige Ausschaltung der Trapa aus dieser
Familie, die schon wegen anderer Unterschiede von einigen Verfas-
sern vorgenommen worden ist.
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>