- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
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Zustande erhalten bleiben, auswachsen und gleichsam ein dem fer-
tigen Sack zugehörendes Organ bilden. Diese Erscheinung, die,
was die Onagraceen betrifft, in ihrer typischen Form schon bei
Fuchsia fulgens (VESQUE 1879), Oenothera Lamarckiana (GEERTS 1909)
und Lopezia coronata (Verf. 1914) beobachtet ist, kommt bei einer
der hier untersuchten Formen (der Fuchsia-Form »Marinka») fast
regelmässig, bei anderen (z. B. Fuchsia procumbens) spärlicher und
bei einigen schliesslich (z. B. Jussieua, Epilobium, Clarkia, Boisdu-
valia) nur zufällig oder gar nicht vor. Derartige Bildungen können,
wie einige Forscher gesagt haben, als den Antipoden analog be-
trachtet werden. Bei den Onagraceen können, gerade wegen des
Fehlens der Gegenfüssler, solche Embryosäcke mit drei anhaftenden
Megasporen eine auffallende äussere Ähnlichkeit mit gewöhnlichen
achtkernigen Embryosácken von dem Typ bieten, der reihenweise
geordnete Antipoden hat. In der Tat hat auch diese Ähnlichkeit
zwischen ausgekeimten Tetradenzellen und Gegenfüsslern mitunter
zu Verwechselungen geführt, wie es Parw (1914) bei Aster und
Solidago gezeigt hat. Wenn man die Funktion der ausgewachsenen
Megasporen mit derjenigen der Antipoden vergleicht, ist zunächst
wohl an ihre Bedeutung als zuleitende Bahn zu denken. Ob sie
daneben aber eine ernährungsphysiologische Rolle aktiverer Art
spielen, z. B. an der Verarbeitung der Nährstoffe teilnehmen, wie von
mehreren Forschern für die Gegenfüssler angenommen wird, mag
unentschieden gelassen werden. Die unter dem Embryosack aus-
gekeimten Tetradenzellen mögen somit in bezug auf ihre wahr-
scheinliche Funktion zu den höchst verschiedenen Einrichtungen
gerechnet werden, durch welche die Nährstoffe von der Chalaza her
dem Embryosack zugeführt werden. Eine solche Bedeutung hat
man zugeschrieben teils verschiedenen Bildungen in den angrenzen-
den Teilen des Sporophyten, wie der Hypostase und dem axilen
Leitstrang im Nucellargewebe bei Crassulaceen und verwandten Fami-
lien, teils verschiedenen Teilen des Gametophyten, wie, von Megaspo-
ren abgesehen, den Antipoden und gewissen basalen Endospermzellen.

Diese Vereinigung des Embryosacks mit einer oder mehreren der
unteren Megasporen zu einer gametophytischen Einheit kommt in
dieser Familie noch stärker zum Ausdruck in solchen Fällen, wo _
die anfangs wohl ausgebildeten Scheidewände zwischen den ausge-
keimten Tetradenzellen sich aufzulösen anfangen, nachdem der
Gametophyt schon zu seinem endgültigen Umfang ausgewachsen ist.
Unter diesen Umständen gibt es folglich in den unteren Teilen des

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