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so erweiterlen Embryosacks eine grössere oder kleinere Anzahl
einverleibler Megasporenkerne mit ihren Plasmamassen. Die Vereini-
gung von verschiedenen Tetradenzellen durch sekundäre Auflösung
der Scheidewände, wie sie VESQuE so häufig bei den Angiospermen
beobachten zu können meinte, kann mithin in dieser Familie wirk-
lich stattfinden. Diese Erscheinung ist natürlich von solchen Fällen
auseinanderzuhalten, wo die Wände zwischen den Megasporen schon
von Anfang an aufgelöst oder auch gar nicht angelegt werden und
wo die verschmolzenen Megasporen einen Embryosack von einem
bestimmten Typus erzeugen (z. B. bei Lilium, Smilacina, Cypripedium).
Bie Glintonia (SmirH 1911) ist ebenfalls ein Embryosack vorhanden, der,
wie bei den Onagraceen in den erörterten Fällen, Megasporenkerne
enthält: hier sind dieselben aber schon von Haus aus degeneriert.
Die drei unteren Tetradenzellen bleiben aber bei den Onagraceen
auch in den Fällen, wo sie keine Keimung erfahren, was in dieser
Familie das gewöhnlichste ist, in irgend einer Form erhalten.
Hierin weichen die Onagraceen von den meisten übrigen Angiosper-
men ab, bei denen die sterilen Megasporen ja schon früh verdrängt
und verbraucht werden. Diese Erhaltung bleibt aber, ausser in
den oben erwähnten Fällen, auf die äussere Membran beschränkt.
Der Inhalt der Megasporen dagegen desorganisiert früh. Die Kerne
gehen zu Grunde und das Plasma wird bei Hämatoxylinfärbung stark
farbespeichernd. Es finden also hier dieselben Veränderungen in diesen
Zellen statt wie bei den meisten übrigen Angiospermen. Doch scheint
Frl. WERNER nicht der Ansicht zu sein, dass diese Veränderungen,die
sie selbst für Epilobium angustifolium richtig geschildert hat, ein
Zeichen der Degeneration seien: »Ich habe mich nicht davon über-
zeugen können, dass die drei Schwesterzellen des Embryosackes
wirklich sogleich degenerieren», und sie wendet sich gegen MoDILEWSKI,
weil er das Schicksal jener Megasporen als Absterben beschreibt. Allem
Anschein nach handelt es sich jedoch wohl auch hier wie bei den
übrigen Angiospermen um ein Zugrundegehen der lebenden Sub-
stanz der Zellen. Der Unterschied zwischen den letzteren und den
Onagraceen in dieser Hinsicht ist wohl, wie gesagt, nur der, dass
bei den meisten Pflanzen die degenerierenden Tetradenzellen bald
völlig verbraucht sind, während bei den Onagraceen die ebenso
veränderten unteren Megasporen vorläufig vor der weiteren Ver-
nichtung bewahrt bleiben und, mit ihren desorganisierten Inhalt
von den äusseren Membranen umschlossen, unterhalb des Sackes
als stark tingierles Anhängsel zu erkennen sind (Fig. 3 d, e, fu. g:
g;
Svensk Botanisk Tidskrift 1915 24
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