Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Senare delen. Den teologiska problematiken - I. Förnuftet och uppenbarelsen - 5. Primatet och domsrätten - a. Till en början har förnuftet primat över uppenbarelsen
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perfektibilitet: »Vor einiger Zeit hat man lebhaft iiber die
Frage gestritten, ob die christliche Offenbarung der
Vervoll-kommnung fähig und bedürftig sey? Ist sie eine
vervollkom-mene Offenbarung, so kann sie nicht erst noch vervollkommnet
werden; denn nur das Unvollkommene erleidet
Vervollkomm-nung. Demungeachtet können wir auch denen nicht Recht
geben, welche im christlichen Leben und in der
Gottesgelehrt-heit gar keinen Fortschritt wollen und ein gänzliches
Stille-stehen fordern. Wir unterscheiden daher zwischen der
Ver-vollkommnung des Gehalts der christlichen Offenbarung und
ihrén Form. Jener ist vollkommen wahr, rein und vollständig,
und bedarf daher keiner Vervollkommnung; diese hingegen
trägt zum Theil die Farbe der Zeit, und niuss daher fortgebildet
werden, obgleich auch in ihr gewisse Grundzüge
unveränder-lich sind. Die Glaubenslehre muss nach Massgabe der
herr-schenden Geistesbildung änders vorgetragen werden, als sie
Christus vortrug, obgleich seine Aussprüche immer Quelle und
Regel bleiben, und wir zu derselben Einfachheit hinstreben
sollen, die sie auszeichnet. Der Gottesdienst muss ebenfalls
dem Geist und Bedürfniss der Zeiten angepasst werden, ohne
dass jedoch je die von Christo selbst gestifteten Gebräuche
verlassen werden. Auch die Verfassung muss zeitgemässe
Ver-änderungen leiden, um so mehr da Jesus darüber so gut als
nichts festgesetzt hat. Selbst in die Sittenlehre bringt die Zeit
gewisse, Veränderungen, ohne dass dadurch der christliche
Geist verleugnet wird. So wie sich die Verhältnisse ändern, so
ändern sich auch zum Theil die sittlichen Ansichten.»76
I likhet med Wegscheider skiljer de Wette mellan
uppenbarelsens form och innehåll. Ur innehållssynpunkt är
kristendomen icke perfektibel: den är fullkomligt sann, ren och
fullständig och kan icke överbjudas. Dess perfektibilitet ligger
på det formella planet, och där är den tänkbar, nödvändig och
vittomfattande: inom såväl trosläran som gudstjänstlivet, för-
76 De Wette, Ueber die Religion etc., s. 451 f.
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