- Project Runeberg -  Vega-expeditionens vetenskapliga iakttagelser / Fjerde bandet /
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(1882-87) [MARC] Author: Adolf Erik Nordenskiöld
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sehr kiimmerlichen Vegetation von höheren Pflanzen und Moos
(Polytricha) ziemlich zur Hälfte bedeckt. Sehr selten sah er dort
spärliches Rennthiermoos. Middendorff will diese
Polytrichum-tundra als die herrschende Form der Tundren des Hochnordens
anerkannt haben und verweisst die grösseren Lichenen zu dem
felsigen Boden, wo alle ubrigen Gewächse versagen. Da B i
1-ling erzählt, dass das Innere des Tschuktschenlandes
vorzugs-weise von einem Moos bewachsen ist, von dem die Rennthiere
sich nähren, so glaubt M. dort eine felsige Flechtentundra vor
sich zu haben.1 Sicherheit hieriiber habe ich nicht durch
Billings Schilderungen bekommen können, ebenso wenig wie
ich bei anderen Reisenden, AVrangell, Ivennan , Hooper u. A.
die Behauptung bestätigt gefunden. Selbst habe ich mich
tiber-zeugt, dass das besagte Land östlich von Koljutschin Bai nicht
derartig beschaffen ist. Die Polytrichum-Tundra habe ich auf
der Vega-Reise nirgends gesehen.

Middendorff traf im Taimurlande in den spärlich
vor-kommenden Steingeröllen eine verhältnissmässig
reicheLiehenen-flora.2 Wrangell deutet vom Lande östlich bei Kolyma etwas
dergleichen an.3 Die weiteste Ausstreckung scheint diese
so-genannte Lichenentundra im arktischen Amerika auf dem
Barren Ground zu besitzen. Richardson schreibt dariiber:
»The Barren Grouncls are densely covered for many hundreds
of miles with Cornicularice and Cetrarice, and where the ground
is moist with Cladonice, while the boulders thickly scattered
over the surface are clothed with Gyrophorce.»4 Die Tundra,
wo der Gneiss vorherrschend, ist von den Indianern mit dem
Namen Barren Grounds b.elegt und zeichnet sich durch ihre
Feindseligkeit gegen alle Vegetation aus, mit Ausnahme von
Cenomyce rcmgiferina, Cetraria islandica und einigen verwandten
Lichenen. Kennzeichnend fur diese Landschaft von Hugeln
mit steilen felsigen Abhängen sind nach Richardson ausser
den genannten folgende Pflanzen: Cetraria nivalis, C. cucidlata,
Cornicidaria ochroleuca, Dufourea arctica, Arbutus alpina,
Rhododendron lapponicum, Empetrum nigrum. Die Spitzen der Hiigel
bestehen grösstentheils von nackten Steinen und Felsen; die
steilen Abhänge und oftmals sogar clie Ebenen sind dicht

1 Middendorff, Sibirische-Reise, Bd IV, Th. 1, p. 730 u. f., sowie
Bd I, Th. 2, p. 77.

2 A. S., *Bd IV, Th. 1, S. 735.

3 Reise längs der Nordkiiste von Sibirien, Theil II, S. 99, Berlin 1839.

4 Notes on the Lichens collected by Sir John Richardson in Arctic
America. By Rev. W. A. Lighton. Journal of Linnean Society, Botany,
vol. IX, 1867, p. 18-5. •

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