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liandlung folgendermassen geschildert1: »Obgleich die
Lichenen-flora dort einen ungewöhnlich grossen Rauni der Oberfläche
der Tundren einnimmt, muss jedoch die Flora fiir reducirt
gehalten werden. Die Individuen sind nämlich öfters sehleeht
entwickelt. Die Strauch- und Blatt-artigen sind kurz und
ver-kruppelt. Das Rennthiermoos z. B. ist gewöhnlich etwa einen
Zoll hoch und wird wolil selten iiber zwei. Von Lichenen, die
man sonst in grossen zusammenhängenden Massen, wie einige
Cladonice, Cetrarice und Älectorice, oder iiber eine grosse
Ober-fläche verbreitet sieht, wie Peltigerce und Nephromata, findet man
nur ein kleines Stiickchen. Die Cladonice sind oft zu
Phyllo-cladien reducirt.
Nicht nur vegetativ sondern auch fructificativ sind die
Lichenen schlecht entwickelt. Wir haben mehrmals einen
Boden getroffen, der von Phyllocladien und einer
Lichenen-kruste in grosser Ausstreckung bedeckt war, worauf wir
jedoch die Apothecien suc-hen mussten. Keine Gattung von den
TJsneei, Ramalinei oder Siphulei ist mit Frucht angetroffen, von
Stereocaula nur ein paar Individuen. Auch von den Cladonien
sind wenige Individuen fruchttragend gefunden, und von denen
die meisten mit nur einer Andeutung zur Fruchtbildung. Unter
den vielen Cetrarieen ist vielleicht nur C. Falunensis
fruchttragend, unter den Parmelien nur P. lanata und P. alpicola,
tibrige Gattungen fast niemals. Physcice fructificirten hiibsch
bei Cap Tsclieljuskin. Spheerophorus coralloides zeigte auf einer
der Taimurinseln ein Apothecium. Peltigerce, ausser P. venosa,
fast immer, Nephromata immer ohne Frucht. In dem Lande
der Tschuktschén fand ich öfters Andeutung einer
Fruchtbildung bei einigen Cladonien, und entwickelte Apothecia von
Stereocaulon tomentosum und gewissen Parmelice.»
Folgende Zusammenstellung zeigt, wie einige grössere
Lichenen in verschiedenen Ländern sich verscliieden verhalten.
Dabei habe ich die Höhe oder Länge der grössten Exemplare
meiner Sammlungen gemessen.
Alectoria divergens: 4 cm auf den Preobraschenie oder Taimur
Inseln; 15 cm bei Port Clarence.
Thamnolia vermicularis: 4-—5 cm Preobraschenie Insel; 3—4 cm
Nordcap (Sibirien); iiber 10 cm St. Lawrence Insel; 4—5
cm Schweden (Oland).
1 S. 220.
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