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kleinere Apparate innerhalb des von den grossen Samenkanälen
umschlossenen Bezirks Vorkommen. Die Körnerdrüsenapparaten sind ziemlich
gleichmässig, wie Fig. 13, Tat. IV zeigt, in dem Gebiet verteilt, wo sie
Vorkommen. Die grösseren Apparate kommen jedoch ausschliesslich in
der Nähe des weiblichen Begattungsapparats vor. Die übrigen Apparate
sind oft sehr klein. Solche kleine Apparate können bisweilen nahe dem
dorsalen Hautmuskelschlauch liegen. Von der Unterseite sind diese sehr
schwer zu beobachten. Auf Fig. 12, Taf. IV sind sie auch nur schwach
angedeutet. Sie liegen so hoch und sind so klein, dass sie unmöglich
hervorgestreckt werden können. Ihnen fehlt also jede Bedeutung.
Wie sind nun diese eigentümlichen Organe gebaut? Da die
Schilderung Bergendals nur in schwedischer Sprache vorliegt und er nur
den Grundplan des Baus skizziert, gebe ich hier eine neue
Beschreibung derselben. Ich will zuerst hervorheben, dass sämtliche
Körnerdrüsenblasen im grossen Ganzen denselben Bau aufweisen. Die folgende
Schilderung ist basiert auf den Körnerdrüsenapparaten, die innerhalb des
von den grossen Samenkanälen begrenzten Raums stehen. Den
Hauptbestandteil eines solchen Körnerdrüsenapparats bildet die
Körnerdrüsenblase. Diese ist birnenförmig. Ihr zugespitztes Ende ist nach unten
gerichtet. Die Blase hat besonders in der oberen (oder proximalen) Partie
eine sehr kräftige Muskulatur, die wie gewöhnlich ein schönes
Flechtwerk aufweist. Nach unten verschmälert sich die Muskulatur bedeutend.
Die Fasern haben die charakteristische Bandform und sind kurz und reich
verästelt. Die Körnerdrüsenblase wird teilweise von einem sehr festen
Bindegewebe umgeben, das, wie bei Cryptocelid.es näher erörtet wird,
gebaut ist. In der unteren Partie der Blase ist diese Schicht sehr
dick, nach oben verdünnt sie sich, um endlich völlig zu verschwinden.
Ausschliesslich am proximalen Ende der Blase wird die Muskulatur
von den Ausfuhrgängen der extrakapsulären Körnerdrüsenzellen
durchbrochen. Die Bindegewebekapsel wird folglich nicht von solchen
durchsetzt. Das Epithel bildet bei den grösseren Körnerdrüsenblasen in der
proximalen Partie einige seichte Tuben. Diese sind bei der vorderen,
medianen Blase besonders deutlich. Die Körnerdrüsenblase weist, wie
sonst nur bei Cryptoeelides bekannt ist, zwei Arten Drüsenzellen auf,
nämlich teils die gewöhnlichen Körnerdrüsenzellen, teils aber Zellen, die
in Form und Verhalten ihres Sekretes zu Farbenreagentien sehr von jenen
abweichen. Das Sekret dieser Zellen färbt sich leicht mit Hämatoxylin
(nach Osmiumfixierung ist es jedoch mit Hämatoxylin nicht färbbar)
und ist homogen. Während die Körnerdrüsenzellen in dem proximalen
Teil und ausserhalb der Blase liegen, ist die zweite Art Zellen
ausschliesslich an den distalen Teil der Blase gebunden. Nach meiner
Meinung ist diesen letzteren Zellen dieselbe Funktion zuzuschreiben wie
den basophilen Zellen, die ich bei Notoplana mortenseni n. sp.
beschreibe, nämlich die Hülle der Tuben zu liefern, die mit Körnerdrüsen-
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