- Project Runeberg -  Zoologiska Bidrag från Uppsala / Band II. 1913 /
304

(1911-1967)
Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

der sparsam verästelte Darm von Oligocladus. Der einfachste Bau eines
Polycladendarms ist bei Diplopharynyeata von Plehn beschrieben. Bei
dieser Gattung gehen sehr zahlreiche Darmäste von dem sehr langen
Hauptdarm aus, aber jeder Darmast “verläuft gerade, ohne sich zu
verzweigen oder mit anderen zu anastomosieren“. Plehn (1896 a) gibt von
ihrer neuen Gattung Thysauoplana folgende Mitteilung: “Sehr
merkwürdig ist die Art, wie die Darmäste aus dem Hauptdarm entspringen.
Während sie bei den anderen Polycladen paarweise aus dem Hauptdarm
abgehen und ziemlich genau in einer Horizontalebene liegen, so dass
man auf einem Querschnitt jederseits nur eine Darmastwurzel antreffen
kann, sendet hier der Hauptdarm seine Aste — ausser in der Mediane
— nach aller Richtungen, nach oben, nach den Seiten und hier und da
auch nach unten, so dass man auf einem Querschnitt mehrere
Darmastwurzeln auf jeder Seite antrifft.“ Über einander vom Hauptdarm
ausgehende Darmäste habe ich bei Pseudoceros periphœus n. sp. beobachtet
(Pag. 256).

Während bei den Acotylen die Darmäste beim Austritt aus dem
Hauptdarm die Dicke desselben fast erreichen, ist hingegen bei den
Cotylea oft ein bedeutender Grössenunterschied vorhanden. So kann
ich betreffs Pseudoceros litoralis und periphœus mitteilen, dass aus dem
langen, weiten, sackförmigen Hauptdarm die Darmäste als kleine Zwe’gchen
von nur ca. 50 u, im Durchmesser ausgehen. Sie erreichen also beim
Austritt aus dem Hauptdarm bei weitem nicht den Durchmesser der
lege-fertis;en Oocyten. Die Darmästchen scheinen daher nur von
nebensächlicher Bedeutung für die Verdauung zu sein. Ihr Lumen, von langen
groben Cilien erfüllt, ist oft nur 8—10 u. Hierbei ist auch daran zu
erinnern, dass der Hauptdarm bei den Pseudoceriden viel ansehnlicher ist
als bei den Acotylen, wodurch der Lmterschied noch auffallender wird.
Als an eine Spezialisierung innerhalb der Acotylen möchte ich an die
oben (Pag. 113—114) gelieferte Mitteilung über besondere
Verdauungs-taschen bei Meixneria erinnern. Ventralwärts gehende, kurze Darmäste
habe ich auch bei einer anderen Stylochide, Cryptophallus (Pag. 122),
beobachtet. Bei gewissen Cotylea hat der Verdauungsapparat in einer
anderen Richtung eine höhere Spezialisierung erreicht. Lang hat
nämlich die interessante Tatsache nachgewiesen, dass die Darmästchen bei
Yiiugia und Cycloporus durch Poren mit der Aussenwelt in Verbindung
stehen. Im Sommer 1907 machten ungefähr gleichzeitig Hallez und die
englischen Autoren Gemmii.l und Leiper die interressante Mitteilung,
dass eine antarktische Polyclade, Aceros maculatus Hallez (Syn. A.
stytostomoides), einen einzigen Afterporus auf der Rückseite am Ende des
Hauptdarms besitzt. Völlig unerwartet war die Entdeckung nicht, da
schon Lang an seinem Material von Oligocladus einen solchen Porus
vermutet hatte. Auch für die Acotylea werden sich nach aussen öffnende
Darmästchen angegeben. Plehn hat nämlich in zwei verschiedenen Ar-

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Tue Dec 12 14:55:57 2023 (aronsson) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/zoouppsala/1913/0310.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free