- Project Runeberg -  Zoologiska Bidrag från Uppsala / Band II. 1913 /
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(1911-1967)
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r. Graff ist hierdurch verleitet worden, von einem besonderen Ganglion
zu sprechen. Was er bei seiner Stylochoplana (= Pelagnplana)
sargassi-cola (Mertens) Saugnapfganglion nennt, scheint mir jedoch nxhts
Anderes zu sein, als die gewöhnlichen am Yorderende liegenden Ganglienzellen
und Nervenfasernsubstanz. Ich möchte hier daran erinnern, dass nicht
einmal der kräftige Saugnapf der Cotylen, der bei Stylochoides beinahe
ein Viertel der Körperlänge einnimmt, eine Andeutung einer
selbständigen Ganglienzellanhäufung aufweist. [Auch der von v. Graff erwähnte
Saugnapf scheint mir zweifelhaft und ich bin nicht überzeugt, dass ein
solcher wirklich existiert; es kann sich um eine zufällige Kontraktion
des Yorderrandes handeln.]

Sinnesorgane: Ich habe schon bei der Behandlung des Epithels die
Sinneszellen und die Sinnesrinne erwähnt. Zu der Schilderung Läng s
von den Tentakeln und Augen habe ich nichts wesentlich Neues
hinzuzufügen. Ein bisher unbekanntes Verhalten zeigt die auch in anderen
Hinsichten interessante neue Gattung Stylopianocera. Diese besitzt
nämlich am Körperrand eine Reihe allerdings nur kurzer “Tentakeln“, die
hier sehr dicht stehen [Taf. YI, Fig. 4 und 5.]. Da diese Gebilde im
Parenchym eine sehr reiche Ansammlung von Nervengewebe und
Ganglienzellen besitzen, ist an ihrer Sinnesfunktion nicht zu zweifeln.

Exkretionsorgan. Ein Wassergefässystem ist von mir nicht
beobachtet worden. Bei den Polycladen haben es nur Max Schultze und Lang
gesehen; an dem mir zugänglichen lebenden Material wie auch an meinen
Schnittserien habe ich mich vergebens bemüht, ein solches festzustellen.

Geschlechtsorgane. Die Testes sind im Polycladenkörper stets in
grossen Mengen vorhanden. Ihre gewöhnliche Lage ist (oft in mehreren
Schichten) unterhalb der Darmäste. Schon Lang war es bekannt, dass
sie zwischen den Darmästen nach oben dringen können (bei Cestoplana).
Eine Vermischung der Hoden mit den Ovarien kommt z. B. bei Plagiotata
Plehn vor. Bei Älloioplana (Plehx 1896 a, p. 142) liegen alle Hoden
dorsal und zwischen den Ovarien. In Bezug auf den feineren Bau der
Hoden will ich nur erwähnen, dass sie stets ihre eigene Wand besitzen
und dass die Wandzellen oft sehr flach sind. Auf eine Darlegung meiner
Untersuchungen über die Spermatogenese muss ich hier verzichten, da
eine solche ausser dem Rahmen dieser Abhandlung herausfallen würde.

Die Ovarien sind in der Regel sehr zahlreich. In kleiner Anzahl
finden sie sich bei zwei den Euryleptiden nahestehenden Gattungen,
Laidlawia und Stylochoides (vergl. Zxhoxt 1907 und Hallez 1911 b). Es
handelt sich hier um hochspezialisierte Formen, die grosse Ovarien und
grosse, dotterreiche Eier besitzen. Die Ovarien liegen in der Regel
ausgeprägt dorsal. Bei der ansehnlichen Grössenzunahme derselben
dringen sie zwischen die Darmästen hinab. Ausnahmweise können sie
auch unterhalb der Darmäste liegen, wie z. B. bei mehreren Stylochus-

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